Folge der Immobilienkrise: WestLB rutscht tief in die roten Zahlen
zuletzt aktualisiert: 06.12.2007 - 14:28Düsseldorf (RPO). Die Folgen der US-Immobilienkrise und missglückte Aktienspekulationen haben der WestLB die Bilanz verhagelt. Das in Düsseldorf ansässige Unternehmen ist tief in die roten Zahlen gerutscht. In den ersten neun Monaten dieses Jahres liegt der Verlust bei 148 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte die Bank noch einen Gewinn von 142 Millionen Euro ausgewiesen.
Bereits in den ersten drei Quartalen summierten sich die Verluste der Bank unter dem Strich auf 148 Millionen Euro. Und seitdem hat sich die Situation offenbar eher noch zugespitzt. Im Oktober und November hätten sich die schwierigen Marktverhältnisse nochmals verschärft, berichtete die Bank. Dies habe "zu weiteren Ergebniseinbußen insbesondere bei strukturierten Wertpapieren geführt".
Insgesamt musste die Bank durch die Subprime-Krise nach eigenen Angaben in den ersten drei Quartalen Bewertungsverluste in einer Gesamthöhe von 355 Millionen Euro verkraften. Weitere Einbußen von 169 Millionen Euro, die nach Einschätzung der WestLB nicht nachhaltig sind, wurden in die sogenannte Neubewertungsrücklage eingestellt. Durch missglückte Spekulationsgeschäfte entstand der Band darüberhinaus in diesem Jahr ein Verlust von 604 Millionen Euro.
WestLB-Chef Alexander Stuhlmann betonte bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Düsseldorf: "Die aktuelle Situation ist schwierig, wirft die WestLB aber nicht um." Die Kapitalmarktkrise habe - wie bei vielen anderen Banken auch - Spuren in der Bilanz hinterlassen. Doch verlaufe das operative Geschäft ansonsten erfolgreich und habe die Belastungen durch die Subprime-Krise abgefedert. Die Bank könne die erheblichen Belastungen schultern und sei trotz widriger Marktbedingungen "weiter auf Kurs
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