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Rückrufaktion nach Datenklau: Wie Kreditkartenbesitzer reagieren sollten

zuletzt aktualisiert: 18.11.2009 - 10:55

Düsseldorf (RP). Der Fall der in Spanien gestohlenen Kundendaten dürfte viele Kreditkartenbesitzer verunsichern. Betroffen sind Kunden aller Banken, die Kreditkarten anbieten. Mit einigen wenigen Verhaltensregeln können sie das Risiko klein halten.

Die Kartenanbieter äußern sich bislang nicht dazu, wie die Täter überhaupt an die Informationen gelangen konnten. "Wir fordern deshalb Offenheit von den Kartenanbieterl," sagt Annabel Ölmann von der Verbraucherzentrale NRW. "Es muss den Kunden genau erklärt werden, wie es überhaupt zu dem Datendiebstahl kommen konnte. Denn nur so können sie die entsprechenden Schritte ergreifen."

Bei der Bank nachhaken Einige ratschläge gilt es dennoch schon jetzt zu befolgen. So rät Ölmann Verbrauchern, die in diesem Jahr in Spanien Urlaub gemacht und dort ihre Kreditkarte eingesetzt haben, bei ihrer Bank nachzuhaken, ob sie zu dem Kreis der Betroffenen gehören. Denn einige Banken – wie etwa die Citibank – wollen die Betroffenen gar nicht erst kontaktieren, falls deren Daten gestohlen wurden. Das solle erst geschehen, wenn es zu einem Missbrauch der erbeuteten Daten komme, sagte eine Sprecherin unserer Redaktion.

Rechnungen überprüfen "Wer bei der Zahlung eine Karte einsetzt, muss sich im Klaren sein, dass das immer mit Risiken behaftet ist", so Verbraucherschützerin Ölmann. Deshalb rät sie den Kunden, regelmäßig ihre Kreditkartenrechnungen zu überprüfen und bei Auffälligkeiten sofort die Bank zu kontaktieren oder die Karte sperren zu lassen.

Auf Verschlüsselung achten Zudem sollten die Kunden bei Käufen im Internet auf eine sichere Https-Verbindung achten.

Wer kommt für Schäden auf? Noch ist nicht geklärt, inwieweit es durch den Vorfall in Spanien zu einem größeren Betrug gekommen ist. Für den Schadensfall würden sich die Banken nach Ölmanns Ansicht aber aufgrund der Größe des Falls kulant zeigen und für die entsprechenden Summen einspringen.

Im Zweifelsfall Karte sperren lassen Wer trotz der Beteuerungen der Kartenanbieter zu sehr in Sorge sei, dem bleibe immer noch die Möglichkeit der Kartensperrung, so Ölmann. Für die Sperrung selbst fallen keine Kosten an. Allerdings könnten bei der Neubeantragung Gebühren anfallen. Sperr-Notruf Tel.: 116116 (gebührenfrei).

Quelle: RP

 
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