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Börsengang des Formel-1-Stalls: Williams will 79 Millionen Euro einsammeln

zuletzt aktualisiert: 09.02.2011 - 10:55

Frankfurt (RPO). Der erste Börsengang eines Formel-1-Rennstalls soll bis zu 79 Millionen Euro einbringen. Das britische Williams-Team legte die Preisspanne für die bis zu 2,74 Millionen zum Verkauf stehenden Aktien am Mittwoch auf 24 bis 29 Euro fest.

In der Mitte der Spanne würde Teamchef und Gründer Frank Williams 72,5 Millionen Euro einsammeln. Er will die Mehrheit an dem von ihm 1977 gegründeten Rennstall behalten. Die meisten angebotenen Aktien stammen von Mitgründer Patrick Head, der sich aus dem aufreibenden Tagesgeschäft zurückziehen und seine Beteiligung von etwa 27 Prozent auf fünf Prozent reduzieren will. Eine Kapitalerhöhung ist mit dem Börsengang nicht verbunden.

Williams F1 soll am 2. März erstmals im schwach regulierten Entry Standard der Frankfurter Börse notiert werden, die Aktien können von Mittwoch an bis zum 28. Februar gezeichnet werden. An die Börse begleitet wird Williams von der Bank am Bellevue und der Baader Bank.

Sponsoren positiv gestimmt

Der 68-jährige Frank Williams will mit dem Schritt die Unabhängigkeit der Firma über seinen Tod hinaus sichern. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone sagte der Mitteilung zufolge über Williams: "Er wollte nie von einem Autohersteller oder einem Großkonzern übernommen werden. Wenn ich dürfte, würde ich Williams-Aktien kaufen."

Auch die Sponsoren sähen die Publizität positiv, erklärte Williams. Der Rennstall habe in den vergangenen drei Jahren schwarze Zahlen geschrieben, Ende 2010 habe er 24,8 Millionen britische Pfund auf der hohen Kante gehabt. Das Team habe auch die Sponsoren für die neue, im März beginnende Saison bereits unter Dach und Fach. Das Team aus dem britischen Grove hat zwischen 1980 und 1997 die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft neun Mal gewonnen, der letzte Sieg in einem Rennen datiert allerdings von 2004.

Zusätzliche Ertragschancen sieht Williams in einem zweiten Geschäftsfeld, das im Aufbau ist: die Entwicklung von Technik zum Energiesparen, Hybrid- und anderen "grünen Technologien". Hier gebe es unter anderem Kontakte zu Porsche.

Quelle: RTR/csr

 
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