Stillstand im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes: "Wir treten auf der Stelle"
zuletzt aktualisiert: 26.02.2008 - 09:01Potsdam (RPO). Nichts passiert im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes: "Wir treten auf der Stelle", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, in Potsdam zu den Verhandlungen mit den Arbeitgebern.
Auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte vor der Fortsetzung der vierten Gesprächsrunde, die Erwartungen der Beschäftigten seien andere als der Handlungsspielraum der öffentlichen Arbeitgeber. "Es sind schwierige Gespräche", sagte er.
Bsirske kritisierte, die Arbeitgeber seien nicht bereit, ihr Angebot zu verbessern. Bund und Kommunen hatten ihren 1,3 Millionen Arbeitern und Angestellten fünf Prozent Entgeltzuwachs verteilt über zwei Jahre geboten, wollen im Gegenzug aber die Arbeitszeit im Westen und im Bund auf 40 Stunden pro Woche erhöhen.
Dies lehnen die Gewerkschaften ab, weshalb sie in der vergangenen Woche bereits mehr als 200.000 Beschäftigte bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen hatten. Die Arbeitnehmervertreter fordern in den Anfang Januar begonnenen Verhandlungen acht Prozent mehr Geld. Beide Seiten wollen den ganzen Dienstag miteinander sprechen.
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