IAB verzeichnet Anstieg bei Teilzeitjobs: Wirtschaftskrise koste vor allem Vollzeitstellen
zuletzt aktualisiert: 09.09.2009 - 11:41Nürnberg (RPO). Die Wirtschaftskrise kostet einer Studie zufolge vor allem Vollzeitstellen. Bei den Teilzeitbeschäftigten sei dagegen ein Zuwachs zu verzeichnen, teilte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch mit.
Demnach nahm die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im zweiten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 23,5 Millionen ab, während die der Teilzeitbeschäftigten um 1,2 Prozent auf 12,3 Millionen zulegte.
"Wir haben im Moment einen zweigeteilten Arbeitsmarkt", erklärte IAB-Forscher Eugen Spitznagel. In den vom Konjunktureinbruch stark betroffenen Branchen der Industrie sei Teilzeit vergleichsweise wenig verbreitet. Kurzarbeit und Stellenabbau schlügen daher hier voll auf die Vollzeitbeschäftigung durch. Weiterhin leicht bergauf gehe es dagegen trotz Krise im Bereich der sozialen und öffentlichen Dienstleistungen, wo auch der Anteil der Teilzeitbeschäftigten hoch sei.
Nach wie vor fingen flexible Arbeitszeiten und Kurzarbeit die Wucht der Rezession im zweiten Quartal größtenteils ab, geht aus dem IAB-Bericht weiter hervor. Dabei sei die Zahl der Kurzarbeiter im zweiten Quartal deutlich gestiegen. Sie lag im Monatsdurchschnitt bei rund 1,4 Millionen Menschen, die ein Drittel weniger arbeiteten. Im ersten Quartal waren es noch 960.000.
Insgesamt habe jeder Erwerbstätige im zweiten Quartal 328,4 Arbeitsstunden geleistet und damit 16,8 Stunden oder 4,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.
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