kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
wolfgang franz wirtschaftsweiser ddp
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Kritik an Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Wirtschaftsweiser will Hartz IV um 30 Prozent kürzen

zuletzt aktualisiert: 21.12.2009 - 07:15

Düsseldorf (RPO). Der Vorsitzende des Sachverständigenrats der Bundesregierung, Wolfgang Franz, fordert eine grundlegende Reform der Hartz-IV-Gesetze. Das Arbeitslosengeld II müsse zu einem Kombilohn ausgebaut werden, sagte Franz unserer Redaktion mit Verweis auf ein Reformmodell des Sachverständigenrats. "Es beinhaltet als Kernstück eine Absenkung des Regelsatzes um 30 Prozent und gleichzeitig bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten."

So soll das Arbeiten attraktiver und das Nichtarbeiten unattraktiver gemacht werden. Eine Mindestsicherung werde durch staatliche Ergänzungsleistungen gewährleistet ("Aufstocker"), sagte der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung attackierte der Chef der Wirtschaftsweisen scharf. "Mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz wird alles Mögliche beschleunigt, aber kein Wachstum", sagte Franz.

Trotzdem erwartet der Ökonom für 2010 ein Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent. "Das ist eine Erholung, aber noch kein Aufschwung." Klaus Zimmermann, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sieht eine Änderung der Hinzuverdienstregeln für Hartz-IV-Empfänger skeptisch. "Wenn man die Hinzuverdienstmöglichkeiten ausweitet, wird ein noch größerer Teil etwas nebenher arbeiten und in Hartz IV ausharren." Den Regelsatz abzusenken sei angesichts der "politischen Widerstände" kaum durchführbar.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hält die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe für gescheitert. Fünf Jahre nach der Hartz-IV-Reform sei es nicht gelungen, die Zahl der Betroffenen merklich abzubauen, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider.

Nun hat sich auch SPD-Chef Sigmar Gabriel erstmals deutlich von den Agenda-2010-Reformen des früheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder abgesetzt. "Wenn jemand 20 Jahre lang gearbeitet hat, dann unverschuldet arbeitslos wird und nach zwölf Monaten nur so viel Geld bekommt, wie einer, der nie gearbeitet hat, dann "haben wir was falsch gemacht", sagte Gabriel auf einem SPD-Landesparteitag in Magdeburg. Konkrete Reformvorschläge nannte Gabriel nicht.

Quelle: ots/rm

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Studie

Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Viele Unternehmen können oder wollen mit dem rasanten technischen Fortschritt nicht mithalten. Weil die Mitarbeiter von zu Hause aber Rechne ... mehr 

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Zu späte Informationen über Rückrufe

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Wegen zu später Information der Behörden über Rückrufe in den USA muss BMW drei Millionen Dollar Strafe zahlen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Zu späte Informationen über Rückrufe

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Nach Konkurs der Wall-Street-Firma

MF Global fehlte mehr Geld als angenommen

Korrekte Jahresabrechnung notwendig

Fiskus hilft Mietern bei Nebenkosten

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Top-Services

Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
 
Politik-Nachrichten
Mexico Drug War

US-Anti-Drogen-Behörde DEA

Beweise für Korruption in Mexiko

Nach Informationen der DEA haben mexikanische Drogenkartelle über Jahre Millionen an den Gouverneur eines Grenzstaates gezahlt. mehr

 
greichenland proteste feuer

Proteste in Griechenland gegen Sparplan

"Nieder mit der Erpressung durch die Troika"

Nach einer Dringlichkeitssitzung des griechischen Kabinetts ist Freitag kurz vor Mitternacht der Gesetzentwurf für neue Sparmaßnahmen gebilligt worden. Für Griechenland geht es um alles, die Lage in Athen spitzt sich zu. Die Wut der Demonstranten ... mehr

 
 

Erneute Proteste in Ägypten

Militär will nicht weichen

 

Bundesverkehrsminister Ramsauer:

Keinen Freibrief für Raser

 

Jahrestags der Islamischen Revolution

Ahmadinedschad und die Atomtechnik

 

Gewalt in Syrien

General in Damaskus ermordet

 

Haushaltsjahr 2013

Obama plant mit neuen Schulden

Strom-Rechner

 kWh
vergleichen