Finanzinvestor Cerberus lehnt Kaufangebote ab: Woolworth droht die endgültige Zerschlagung
zuletzt aktualisiert: 29.04.2010 - 17:36Frankfurt/Main (RPO). Der insolventen Billig-Kaufhauskette Woolworth droht die endgültige Zerschlagung. Der US-Finanzinvestor Cerberus als Gläubiger und Vermieter zahlreicher Woolworth-Immobilien habe alle Kaufinteressenten für Woolworth abgelehnt, teilte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Donnerstag in Frankfurt am Main mit.
Die Interessenten hätten bereits Kaufverträge unterzeichnet, Cerberus hätte diesen nur zustimmen müssen. Cerberus habe dies jedoch abgelehnt. Nun würden unter Hochdruck alle Möglichkeiten geprüft, um eine Zerschlagung noch abzuwenden, erklärte Insolvenzverwalter Hermann. Dazu gehöre es auch, andere Investoren zu finden, die an einem Kauf von Woolworth interessiert seien.
Die Kaufhauskette Woolworth, die seit über 80 Jahren Filialen in Deutschland betreibt, hatte im vergangenen Frühjahr Insolvenz angemeldet. Ein starker Umsatzrückgang hatte das Unternehmen in die Knie gezwungen. Insolvenzverwalter Hermann verkaufte 150 Filialen an Schlecker, den Textildiscounter NKD, Rewe und Edeka. Die verbleibenden 161 Filialen sollen nach dem Willen des Insolvenzverwalters als Woolworth-Kaufhäuser weiter betrieben werden.
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