Einigung zu Filialmieten: Woolworth ist endgültig gerettet
zuletzt aktualisiert: 26.07.2010 - 16:59Frankfurt/Main (RPO). Die Rettung der Billigkaufhauskette Woolworth ist abgeschlossen. Als letzter Schritt sei es gelungen, für den Großteil der noch ausstehenden Filialen neue Mietverträge auszuhandeln, teilte Insolvenzverwalter Ottmar Hermann am Montag in Frankfurt am Main mit.
Für 158 von 162 Filialen, die nach der Pleite fortgeführt werden sollten, gebe es nun neue Mietverträge. Lediglich vier Woolworth-Geschäfte müssten schließen, "da keine Einigung möglich war oder der Vermieter bereits Vereinbarungen mit anderen neuen Mietern gefunden hatte". Betroffen sind demnach die Filialen Kassel, Bochum, Erfurt und Kaufbeuren im bayerischen Allgäu.
Das Bundeskartellamt hatte bereits Anfang Juni grünes Licht für den Verkauf von Woolworth an die Tengelmann-Unternehmensgruppe gegeben. Auch mit dem Woolworth-Hauptvermieter Cerberus war schon eine Einigung auf neue Mietverträge für Filialen geglückt. Der US-Investmentgesellschaft gehören 82 der Geschäftsimmobilien. Bis zuletzt stand jedoch eine Verständigung mit den sogenannten Drittvermietern aus, also Immobilienbesitzern, denen einzelne Filialen gehören. Der Geschäftsbetrieb von Woolworth war am 1. Juli auf die neue Betreibergesellschaft Wowo im nordrhein-westfälischen Bönen übergegangen.
Die Kaufhauskette Woolworth, die seit über 80 Jahren Filialen in Deutschland betreibt, hatte im Frühjahr 2009 Insolvenz angemeldet. Insolvenzverwalter Hermann verkaufte nach der Pleite 150 Filialen an die Drogeriekette Schlecker, den Textildiscounter NKD sowie die Supermarktketten Rewe und Edeka. Der Rest sollte unter dem Namen Woolworth weitergeführt werden. Für Woolworth arbeiten nach der nun angekündigten Schließung von weiteren vier Filialen künftig noch 4180 Mitarbeiter.
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