Warenhauskette einigt sich mit Vermieter: Woolworth vorerst gerettet
zuletzt aktualisiert: 18.11.2009 - 19:20Frankfurt/Main (RPO). Die Warenhauskette Woolworth hat offenbar noch eine Chance bestehen zu bleiben. Insolvenzverwalter Ottmar Hermann einigte sich im Grundsatz mit der US-Investmentgesellschaft Cerberus, der 82 der 160 Filialen gehören, wie sein Sprecher Pietro Nuvolini am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP mitteilte.
Damit gebe es kurz vor Weihnachten das Signal, dass die Geschäfte bis weit in das kommende Jahr hinein gesichert seien. Demnach gibt es grünes Licht für Warenaufträge in Fernost bis Mitte 2010, und in einigen Wochen kann ein langfristiger neuer Mietvertrag geschlossen werden. Für potenzielle Investoren gebe es mit den neuen Mietkonditionen Planungssicherheit, sagte Nuvolini. "Es geht weiter, es ist ein großer Schritt nach vorne."
Der Sprecher berichtete weiter, die allermeisten Filialen lägen vom Umsatz her im Plan, einige sogar darüber. Woolworth werde die roten Zahlen in diesem Jahr verlassen. Nuvolini bestätigte Informationen des "Handelsblatts", dass für 2010 ein Umsatz von 430 Millionen Euro angepeilt wird.
Von den ursprünglich 310 Filialen gingen nach dem im Frühjahr gestellten Insolvenzantrag 150 in die Hände neuer Betreiber. 160 Standorte werden weiter unter dem Namen Woolworth betrieben. Von den 9.300 Beschäftigten blieben etwa 4.400 bei Woolworth.
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