NordLB und HSH: Wulff offen für Fusion von Landesbanken
zuletzt aktualisiert: 29.08.2009 - 09:15Frankfurt (RPO). Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff zeigt sich offen für eine Fusion der beiden norddeutschen Landesbanken NordLB und HSH Nordbank. "Eine große norddeutsche Landesbank hat sicher ihren Reiz", sagte der CDU-Politiker in einem Interview.
Vor einem Zusammengehen der NordLB mit der HSH Nordbank müsse letztere aber zunächst ihre Geschäfte in Ordnung bringen, sagte er dem "Hamburger Abendblatt".
Die NordLB ist die Landesbank für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Sie ist von der Finanzkrise weitaus weniger gebeutelt als andere Landesbanken. Die NordLB erwirtschaft Gewinne, während die im wesentlichen den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH für das laufende Jahr mit einem weiteren Verlust rechnet. Die HSH will sich durch eine Konzentration auf ihre Kerngeschäftsfelder gesundschrumpfen. Die Pläne sehen eine Halbierung der Bilanzsumme vor.
Sitz soll nach Fusion Hannover sein
Dem Vorabbericht vom Freitag zufolge forderte Wulff, dass der Sitz eines fusionierten Instituts in Hannover sein solle. "Schließlich hat die NordLB in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreich gearbeitet. Die Manager sind eben nicht unkalkulierbare Risiken wie die Kollegen der HSH Nordbank eingegangen", sagte Wulff.
Seine Äußerungen stehen im Widerspruch zu denen seines Finanzministers und Parteikollegen Hartmut Möllring. Dieser hatte zuletzt in einem Reuters-Interview einen Zusammenschluss der beiden Landesbanken kategorisch ausgeschlossen. "HSH und NordLB sind unter den ersten fünf Schiffsfinanzierern der Welt. Ein Zusammenschluss würde zu einer Potenzierung des Risikos führen, was wirtschaftlich nicht sinnvoll ist", hatte Möllring erläutert.
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