Verdacht der Steuerhinterziehung: Zumwinkel tritt zurück
zuletzt aktualisiert: 15.02.2008 - 13:35Berlin (RPO). Klaus Zumwinkel ist nicht länger Chef der Deutschen Post: Der Präsidialausschuss der Post habe den von Zumwinkel angebotenen Rücktritt angenommen, teilte das Unternehmen am Freitag in Bonn mit. Seit Donnerstag ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung.
Die Bundesregierung nimmt den Rücktritt von Postchef Klaus Zumwinkel an. Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig, sagte am Freitag, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück hätten nichts anderes als ein Rücktrittsangebot erwartet. Auch seinen Rückzug vom Amt des Aufsichtsratschef der Deutschen Telekom habe Zumwinkel angeboten.
Der Präsidialausschuss der Post werde noch am Vormittag zusammentreten, sagte der Sprecher. Laut der Bundesregierung vorliegenden Informationen werde darüber beraten, den Rücktritt von Zumwinkel anzunehmen. Der Ausschuss werde dies wohl begrüßen und dem Post-Aufsichtsrat, der am Montag tagen soll, eine entsprechende Empfehlung zuleiten.
Zumwinkel war am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft vernommen worden, weil er rund eine Million Euro Steuern über Stiftungen in Liechtenstein hinterzogen haben soll. Der 64 Jahre alte Zumwinkel stand seit rund 18 Jahren an der Spitze der Deutschen Post.
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