Ex-Post-Chef schreibt an Mitarbeiter: Zumwinkels Familie leidet unter Steueraffäre
zuletzt aktualisiert: 29.02.2008 - 16:58Düsseldorf (RPO). Erstmals seit Beginn der Ermittlungen in der Steueraffäre hat sich der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel zu dem Skandal geäußert. In einer Sonderausgabe der Post-Mitarbeiter-Zeitung "Premium Post" erklärte Zumwinkel, die Affäre belaste ihn und seine Familie. Deshalb, und um Schaden von seiner Familie abzuwenden, sei er von seinen Ämtern zurückgetreten.
Da das Ergebnis des Verfahrens offen sei, könne er "an dieser Stelle nicht mehr dazu sagen", wird Zumwinkel von der Online-Ausgabe der Tageszeitung "Die Welt" am Freitag zitiert. Er sei stolz, in den letzten 18 Jahren an der Spitze der Post gestanden zu haben. Zumwinkel bat die Post-Mitarbeiter, seinen Nachfolger Frank Appel bei dessen Arbeit zu unterstützen.
Laut "Wirtschaftswoche" will Zumwinkel mit Hilfe eines Image-Beraters die Folgen der Steueraffäre besser meistern. Der Ex-Post-Chef habe den früheren RWE-Kommunikationschef Dieter Schweer engagiert, der schon Deutsche-Bank-Chef aufgrund dessen Imageproblemen nach dem ersten Mannesmann-Prozess beraten hatte.
Ackermann war für viele Deutsche zum Symbol für Arroganz von Managern geworden, weil er im Prozess um auch von ihm genehmigte Millionen-Abfindungen im Gerichtssaal die Finger siegessicher zu einem Victory-Zeichen spreizte. Im zweiten Mannesmann-Verfahren gab sich Ackermann deutlich reumütiger.
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