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Post erhebt 46 Cent Porto: Zustellung von Online-Brief in Briefkasten

zuletzt aktualisiert: 14.01.2010 - 17:17

Düsseldorf (RPO). Die Deutsche Post hat erstmals Teile der Preisgestaltung ihres neuen Online-Briefangebots offengelegt. Mit dem Projekt will der Konzern dem schrumpfenden Briefgeschäft auf die Sprünge helfen.

Die Post wolle für einen Online-Brief, der aus dem Netz heraus etwa direkt an Haushalte zugestellt wird, ein Porto von 46 Cent erheben, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Der Konzern habe einen entsprechenden Antrag bei der Bundesnetzagentur gestellt. Der Regulierer muss die Brief-Porti genehmigen.

Die Post will den Online-Brief noch im ersten Halbjahr 2010 an den Start bringen. Über den Personalausweis registrierte Teilnehmer sollen ähnlich wie bei E-Mails über das Internet Briefe versenden und so etwa unter Wahrung des Briefgeheimnisses ihre Geschäftspost oder den Behördenverkehr abwickeln können. Absender und Empfänger sollen durch die Registrierung klar erkennbar sein, eine Spam-Flut soll es im neuen Briefsystem anders als bei der herkömmlichen elektronischen Post nicht geben. Dieser "sichere Raum" im Netz solle durch die Benutzer finanziert werden, hatte die Post angekündigt.

"Für das Produkt Brief im Internet ist noch kein Preis festgelegt worden", betonte der Sprecher. Die 46 Cent seien lediglich dafür gedacht, wenn die Post Online-Briefe außerhalb des Netzes zustelle - also ausdrucke und in den Briefkasten des Adressaten werfe. Der Preis liegt indes unter dem eines normalen Briefes - hier werden 55 Cent fällig. Die Post habe den Antrag bei der Bundesnetzagentur bereits jetzt gestellt, damit kein neues Genehmigungsverfahren nötig werde, wenn das Projekt Online-Brief den Kunden angeboten wird.

Die Briefsparte der Post leidet unter zurückgehenden Sendungsmengen und schrumpfenden Gewinnen. Das operative Ergebnis des Bereichs, der über Jahre stabiler Gewinnbringer war, war von zwei Milliarden Euro 2007 auf 1,6 Milliarden Euro 2008 eingebrochen - und auch in den ersten neun Monaten 2009 schrumpfte das Ebit weiter. Der Online-Brief soll nun einen Beitrag dazu leisten, den Gewinn der Sparte zu stabilisieren.

Quelle: RTR/awei

 
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