Essener Warenhauskette: Zwei weitere Hertie-Warenhäuser verkauft
zuletzt aktualisiert: 03.02.2010 - 11:03Essen (RPO). Zwei weitere ehemalige Filialen der insolventen Essener Warenhauskette Hertie sind verkauft worden. Wie die BNP Paribas Real Estate Holding GmbH mitteilte, wurden die Hertie-Häuser in Laatzen bei Hannover und in Hameln (beide Niedersachsen) vermittelt. Damit konnten in den vergangenen beiden Monaten fünf Hertie-Objekte veräußert werden.
Das Objekt in Hameln mit Verkaufsflächen im Erd- und Untergeschoss befindet sich in der Fußgängerzone und verfügt über eine Gesamtmietfläche von 4300 Quadratmetern. Käufer der Immobilie ist die DR Immobilien GmbH, die dort unter anderem einen Drogeriemarkt eröffnen sowie weitere Flächen vermieten will.
Das Warenhaus in Laatzen ist direkt verbunden mit einem Einkaufszentrum und verfügt über eine Gesamtmietfläche von mehr als 11 000 Quadratmetern. Käufer der Immobilie ist die EKZ Laatzen GbR, die das Objekt für den "centertypischen Einzelhandel" nutzen will.
Damit wurden den Angaben zufolge bisher 19 ehemalige Hertie-Häuser veräußert und damit ein Erlös von gut 135 Millionen Euro erzielt. Insgesamt stehen noch 45 Warenhäuser zum Verkauf.
Im August 2009 waren die letzten Hertie-Filialen geschlossen worden. Deutschlandweit verloren damals rund 2600 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Eine Rettung im Insolvenzverfahren war vor allem an überhöhten Kaufpreisforderungen der britisch-niederländischen Hertie-Besitzergruppe gescheitert.
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