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Frankfurt
Verband: Deutsche Airlines verlieren Marktanteile

Frankfurt. Die Geschäfte von Lufthansa und Co. laufen gut, doch im internationalen Wettbewerb verlieren die deutschen Fluggesellschaften Marktanteile - und das sowohl im Passagier-, als auch im Frachtgeschäft. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in seiner Bilanz für die erste Hälfte dieses Jahres.

Als Gründe für die vergleichsweise schwächere Entwicklung der heimischen Fluggesellschaften beklagt der BDL-Präsident und Chef des Frankfurter Flughafens, Stefan Schulte, nationale und europäische Sonderlasten. Die deutsche Luftverkehrssteuer müsse abgebaut und die Luftsicherheitskosten wie in den USA zumindest in Teilen vom Staat übernommen werden.

Mit einem an den verkauften Sitzkilometern gemessenen Wachstum von 6,1 Prozent im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2016 bleiben die deutschen Airlines hinter den Durchschnittswerten für Europa (plus 8,8 Prozent) und die Welt ( plus 7,9 Prozent) zurück, berichtete der Verband. Seit 2011 sei der Marktanteil der heimischen Anbieter in Deutschland vor allem wegen des starken Wachstums der meist ausländischen Billigflieger um sechs Prozentpunkte auf nunmehr 56 Prozent gefallen. Auch die ausländischen Netz-Airlines hätten ihr Angebot ausgebaut, während der Lufthansa-Konzern viele Flüge zu seiner Billigtochter Eurowings verlagert hat.

Die Flughäfen haben nach Angaben des Luftverkehrsverbandes in den ersten sechs Monaten 110 Millionen an- und abreisende Fluggäste begrüßt. Das waren 6,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Neue, von deutschen Flughäfen erreichbare Ziele sind kaum noch hinzugekommen: Ihre Zahl stieg im Zeitraum von 2010 bis heute um gerade einmal vier auf 356 (plus 1,1 Prozent). Die Zahl der wöchentlichen Starts wuchs in dieser Zeitspanne um 10,9 Prozent auf 15.153.

(dpa)
 
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