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Köln
Versicherer Axa kooperiert mit RWE

Köln. Smart Parking, Telematik, Smart Home - die Kölner wollen noch digitaler werden. Von Klaus Harke

Mit neuen Partnerschaften und digitalen Angeboten will der Versicherungskonzern Axa Deutschland seine 8,8 Millionen Kunden stärker an sich binden und das Wachstum forcieren. So hat in Düsseldorf im Oktober mit dem Partner Evopark das Pilotprojekt "Smart Parking" begonnen, mit dem per Handy die Parkhaussuche erleichtert werden soll. Es gibt einen Chip für den größten Teil der Parkhäuser der Stadt, abgerechnet wird am Monatsende. Ende Februar 2016 will der Konzern überprüfen, ob sich daraus ein Mehrwert für die Axa ergibt.

Bis zu 15 Prozent Rabatt verheißt der Konzern jungen Autofahrern bis zum 25. Lebensjahr, wenn sie sich durch vorsichtige Fahrweise auszeichnen. Seit Anfang Dezember steht für Smart Phones die App "Axa Drive" zur Verfügung, über die sich die jungen Kunden für den Telematik-Tarif entscheiden können. Per GPS wird dann die Bewegung des Fahrzeugs in Bezug auf Beschleunigung, Bremsen und Kurvenverhalten aufgezeichnet.

Vorstandschef Thomas Buberl hofft durch die Bildung von Kreativteams auf weitere Ideen, um die Digitalisierung des Geschäfts voranzutreiben. Deshalb wurden bereits die "zehn besten und innovativsten Leute" aus der Hauptverwaltung in einen anderen Stadtteil Kölns verlegt. Erster Ausfluss ihrer Arbeit ist ein mit RWE entwickeltes Smart home, über das seit September bei Leitungswasserschäden die Zufuhr des Wassers abgeschaltet wird. Dadurch kann der Schaden minimiert werden. Falls der Test erfolgreich verläuft, soll die Hausratversicherung erweitert werden.

Zu Buberls Effizienzprogramm "Ambition 2020" gehören auch flexiblere Arbeitszeiten. Zwar will der Axa-Chef "massiv in Personal investieren, aber wir werden 2020 definitiv nicht mehr Leute an Bord haben als heute". Zur Zeit sind es rund 9400 Mitarbeiter.

Quelle: RP
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