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Dreist - dreister - Versicherungsbetrug. Dass es kein Kavaliersdelikt ist seine Versicherung übers Ohr zu hauen, merken einige Betrüger erst hinter schwedischen Gardinen. Vor der Verurteilung betrieben sie ihr Geschäft jedoch mit Perfektion. Die spektakulärsten Falle, in denen die Versicherungen den Betrügern auf die Schliche gekommen ist, stellen wir Ihnen hier vor.
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So schön wird der Schlosser nach dem getürkten
Arbeitsunfall seinen Daumen nicht mehr heben können. Vier Monate nachdem er eine Unfallversicherung abgeschlossen hatte, löste sich plötzlich das Sägeblatt der Schneidemaschine und trennt dem Mann den Daumen ab. Die Versicherung wies im Vorsätzlichkeit nach. Geld bekam er keins, dafür gings hinter Gitter.
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Schwerbehindert ist heute ein Mann aus Pyrmont, der sich auf Druck seiner Freundin von einem
Auto überfahren ließ, um die Versicherungspolice von 750.000 Euro zu kassieren. Von dem Geld hatte er jedoch nichts: Die Freundin sahnte ab - muss sich aber wegen Betrugs und schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten.
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Scheinfirmen mit fiktiven Mitarbeitern erfanden drei Rentner und ein Arzt aus dem Raum Hannover, um das
Krankentagegeld einzustreichen. Das Rentner-Trio schloss für die nicht-vorhandenen Mitarbeiter Zusatzversicherungen mit bis zu 100 Prozent Monatsgehalt im Krankheitsfall ab, der Arzt stellte Atteste aus. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.
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Ein abgekatertes Spiel verbarg sich hinter dem
Untergang der Lucona im Indischen Ozean im Jahr 1977. Das angeblich mit einer millionenteuren Uranerz-Aufbereitungsanlage beladene Schiff sank nicht ohne Zutun des Besitzers: Er ließ den Frachter mit Schrott beladen und mit Hilfe von Sprengstoff versenken. Urteil für den Hauptschuldigen: 20 Jahre Haft.
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Inszeniert und abkassiert - so dreist sind Betrüger, die es auf
Autounfälle abgesehen haben. Immer wieder ließ es beispielsweise ein Kfz-Meister aus NRW krachen, um sein teures Hobby, das Motorrad, finanzieren zu können. Folge: Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs.
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Schwer haben es Versicherungen, wenn sie nachweisen müssen, dass Verletzungen, die zur
Berufsunfähigkeit geführt haben, nur vorgetäuscht waren. Oft setzen sie deshalb nach der Auszahlung der Versicherungssumme Privat-Ermittler ein. Ein Mann wurde so entlarvt, als er mit seiner geschädigten Hand doch wieder schwere Tauchflaschen heben wollte.
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Ihr eigenes Leben haben Piloten eines Schweizer Hubschrauberunternehmens Anfang der Neunziger Jahre aufs Spiel gesetzt haben, als sie mehrere Hubschrauber zu Schrott verwandelten. Sie blieben unverletzt. Für die vermutlich
fingierten Unfälle gab es elf Millionen Franken.
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Mit erfundenen Reparaturen und fingierten Rechnungen sollen sich zwischen 2000 und 2003 Mitarbeiter bei DaimlerChrysler bedient haben. Sie profitierten von ausgedachten Reparaturen, die Komplizen in einer Autowerkstatt von falschen Rechnungen. Schaden: 117.000 Euro.
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Zu einer Bewährungsstrafe verurteilte ein Richter den ehemaligen VfB-Star Maurizio Gaudino, weil dieser Anfang der Neunziger Jahre geholfen hatte, teure Autos verschwinden zu lassen. War das Auto weg, meldeteten die Besitzer den Diebstahl und kassierten die Versicherungssumme. Für Gaudino wurde noch ein Bußgeld von 180.000 Mark fällig.
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Juwelen im Wert von 13 Millionen Mark wurden 1981 bei einem Raubüberfall in einem Geschäft in Hannover erbeutet. Von der Versicherung sah der Juwelier keinen Pfennig. Im Gegenteil: Er wurde wegen Vortäuschens einer Straftat zu sieben Jahren Haft verurteilt. 2000 taucht der Schmuck wieder auf - in einem anderen Geschäft des Juweliers.