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Düsseldorf
Vodafone stoppt Vorverkauf von Galaxy Note 7

Düsseldorf. Es sollte ein Angriff auf Konkurrent Apple werden - nun scheint es einer auf die Gesundheit der Kunden zu sein: Der Skandal um brennende Smartphones hat den weltgrößten Handy-Hersteller Samsung in eine tiefe Krise gestürzt. Von Florian Rinke

Allein der Rückruf des ursprünglichen "Problem-Geräts", des Modells Galaxy Note 7, soll den Konzern rund eine Milliarde Euro kosten. Dass nun auch Austauschgeräte in Flammen aufgehen und ausgetauscht werden müssen, macht die Sache noch schlimmer. Nachdem der ursprüngliche Verkaufsstart wegen der Probleme zunächst verschoben wurde, sollten die Geräte eigentlich am 28. Oktober in Deutschland in die Läden kommen.

Hersteller Samsung will daran bislang auch nicht rütteln, doch die Zeit rennt den Südkoreanern davon. Offenbar gibt es noch immer keine Lösung für das Problem, die Produktion des Smartphones wurde laut Medienberichten vorerst eingestellt. Samsung spricht lediglich von einer Anpassung der Produktionsplanung.

Die deutschen Mobilfunkanbieter sind angesichts des Ausmaßes der Krise jedoch vorsichtig. Die Telekom und Telefónica haben das Smartphone aktuell nicht mehr im Angebot. "Wir haben sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Auslieferung und den Vorverkauf gestoppt", sagte ein Telefónica-Sprecher. Auch Ersatzgeräte seien nicht ausgeliefert worden. Auch Vodafone hat seinen Vorverkauf nun gestoppt, nachdem der Verkaufsstart bereits Anfang September ausgesetzt wurde. "Für uns hat die Sicherheit der Kunden im Umgang mit unseren Diensten und Produkten oberste Priorität. Daher haben wir die Vorbestellmöglichkeit des Galaxy Note 7 seit Montag - und damit unmittelbar nach Bekanntwerden des neuen Akku-Vorfalls - erst einmal gestoppt", sagte ein Sprecher unserer Redaktion.

Die deutschen Unternehmen befinden sich damit in guter Gesellschaft: Das US-Telefonunternehmen AT&T hat den Austausch Galaxy Note 7 ebenso gestoppt wie die Mobilfunk-Betreiber Verizon und T-Mobile US. Käufer könnten ihre Geräte gegen andere Modelle von Samsung oder Smartphones anderer Anbieter umtauschen.

Früheren Angaben der US-Verbraucherschutzbehörde zufolge könnte ein Grund für die Probleme beim ursprünglichen Note 7 gewesen sein, dass Akkus etwas zu groß für den Platz im Gehäuse geraten seien und es dadurch beim Einbau zu Kurzschlüssen in den Batterien kommen könne.

Quelle: RP
 
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