| 14.11 Uhr

Machtkampf bei Volkswagen
Piëch dementiert Pläne, Winterkorn absetzen zu lassen

Die wichtigsten Protagonisten im VW-Machtkampf
Die wichtigsten Protagonisten im VW-Machtkampf FOTO: dpa, jst lof jol
Salzburg/Wolfsburg. Verwirrung um den Machtkampf bei Volkswagen: Zunächst gab es Medienberichte, die besagten, dass VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch Vorstandschef Martin Winterkorn in Kürze absetzen lassen wolle. Nun meldet sich Piëch selbst zu Wort und dementiert.

Piëch hat gegenüber der "Bild"-Zeitung erklärt, er betreibe nicht die Ablösung von Winterkorn. Wörtlich sagte Piëch am Donnerstag laut "Bild"-Zeitung: "Wir haben uns letzte Woche ausgesprochen. Und uns auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Ich betreibe die Ablösung von Martin Winterkorn nicht."

Zuvor hatten Deutsche Presse-Agentur und NDR berichtet, dass Piëch Vorstandschef Martin Winterkorn noch vor der Hauptversammlung am 5. Mai absetzen lassen wolle.

Piëch solle sich demnach für für Porsche-Chef Matthias Müller oder Skoda-Chef Winfried Vahland als mögliche Nachfolger stark machen, hieß es am Donnerstag.

Am vergangenen Freitag hatte das VW-Aufsichtsratspräsidium Winterkorn gestärkt und angekündigt, dessen bis Ende 2016 laufender Vertrag solle verlängert werden. Das Gremium ist ein zentraler Machtfaktor bei VW.

Piëch war zuvor von Winterkorn abgerückt. Nach dpa-Informationen hatte der Aufsichtsratschef während eines Treffens in Salzburg in der vergangenen Woche alle übrigen fünf Mitglieder des sechsköpfigen Aufsichtsrats-Präsidiums gegen sich.

(dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

VW: Ferdinand Piëch dementiert Pläne, Winterkorn absetzen zu lassen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.