| 10.28 Uhr

Washington
VW muss in USA 91.000 Passat zurückrufen

Washington. Schon wieder ein neues Problem für VW: Der deutsche Autohersteller muss wegen Brandgefahr mitten im Abgas-Skandal einen weiteren Rückruf in die Wege leiten, wie die US-Verkehrsaufsicht NHTSA mitteilte. Es geht um 91.000 US-Passat mit TDI- Dieselmotoren - also dem Antrieb, der auch im Zentrum der Affäre um manipulierte Emissionstests steht. Bei bestimmten Modellen der Baujahre 2012 bis 2014 könne es wegen mangelhafter Dichtungsdrähte zu elekrischen Kurzschlüssen und Überhitzung kommen, heißt es in Unterlagen, die die VW-US-Tochter am 24. März bei der Verkehrsaufsicht einreichte.

Durch den Defekt bestehe eine erhöhte Feuergefahr. Erst am Montag war bekanntgeworden, dass wegen des Risikos von Stromausfällen sämtliche bislang im US-Markt verkauften E-Golfs in die Werkstätten müssen. Dabei hatte VW gerade erst eine große Elektro-Offensive ausgerufen. Wegen der Abgas-Affäre ist der VW-Absatz in den USA im März um 10,4 Prozent auf 26.914 Autos gesunken. Rechnet man zwei zusätzliche Verkaufstage im März heraus, hat sich der Abwärtstrend damit verstärkt. Vor allem die Golf- und Passat-Verkäufe sackten deutlich ab.

(dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Washington: VW muss in USA 91.000 Passat zurückrufen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.