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Wolfsburg
VW muss Passat auch wegen Motorproblemen zurückrufen

Wolfsburg. Der Rückruf des Passat wegen manipulierter Abgaswerte ist noch nicht mal richtig angelaufen, da bekommt Volkswagen es zusätzlich mit einem weiteren größeren Rückruf bei dem Modell zu tun. Weltweit 177.000 Passat der Baujahre 2014 und 2015 müssen wegen Problemen an der Zentralelektrik in die Werkstatt. Eine womöglich nicht korrekt sitzende Steckverbindung könnte zum Ausfall des Motors führen, heißt es auf der Internetseite des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA).

Ein VW-Sprecher bestätigte den Rückruf gestern. Wie viele von den 177.000 Passat auf Deutschland entfallen, stand zunächst nicht fest. Im Ernstfall kann mit dem Motorausfall auch das Licht erlöschen. Der Leistungsabfall bei Bremskraftverstärker und Servolenkung sei aber nicht so eklatant, dass der Rückruf akut sicherheitsrelevant sei.

Betroffene Halter bekommen bald Post, sie können auch vorher ihre Werkstatt kontaktieren. Das Auto müsse nicht stehengelassen werden, auf die lange Bank zu schieben sei das Problem aber nicht.

VW seien in dem Zusammenhang weltweit keine Unfälle bekannt, sagte der Sprecher. Das Überprüfen der Steckverbindung in der Werkstatt dauere rund 20 Minuten.

In den USA geht der Ärger für VW unterdessen weiter. Der Autokonzern wurde von einem weiteren US-Bundesstaat verklagt. Der Staatsanwalt von Kentucky warf dem Wolfsburger Konzern sowie den Töchtern Porsche und Audi vor, gegen Umweltgesetze verstoßen zu haben. VW müsse zur Verantwortung gezogen werden, sagte Generalbundesanwalt Andy Beshear. Wegen des Skandals ist VW bereits von New Jersey, Texas, West Virginia und New Mexico sowie von der US-Bundesregierung verklagt worden. Der Konzern hat zugegeben, allein in den USA seit 2009 in 580.000 Dieselfahrzeugen illegale Software eingesetzt zu haben. Damit wurden Abgastests manipuliert.

(dpa)
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