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New York
Waldbrände in Kanada treiben Ölpreis

New York. Die großflächigen Waldbrände in Kanada lassen die bislang noch niedrigen Ölpreise ansteigen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete 46,04 Dollar. Vor wenigen Monaten war der Preis auf 30 Dollar (26,30 Euro) gefallen. Auch an den Tankstellen haben die Spritpreise wieder angezogen. Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten die steigenden Ölpreise mit den Waldbränden in der kanadischen Ölprovinz Alberta. Dort wird das "schwarze Gold" vor allem aus Ölsand gewonnen. Die Experten gehen davon aus, dass mittlerweile Produktionskapazitäten von mehr als einer Million Barrel pro Tag durch die Brände ausgefallen sind. Am Freitag wurde der Ausfall noch auf 600.000 Barrel pro Tag beziffert. Kanada ist wichtigster Öllieferant der USA.

Für einen Anstieg des Ölpreises sorgten auch Meldungen über einen Wechsel an der Spitze des Ölministeriums in Saudi-Arabien. Minister Al-Naimi wurde durch den Chef der staatlichen Ölgesellschaft Saudi Aramco, Khalid Al-Falih, ersetzt. Al-Naimi war der dienstälteste Opec-Ölminister und seit 1995 im Amt.

(dpa)
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