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Große Nervosität vor Irak-Krieg: Wall Street: Leichte Kursgewinne

zuletzt aktualisiert: 19.03.2003 - 23:33

New York (rpo). Die Wall Street hat am Mittwoch angesichts zu erwartenden Irak-Krieges mit leichten Kursgewinnen geschlossen. Die Stimmung an den US-Börsen war sehr nervös.

Viele Anleger und Analysten hoffen, dass es den amerikanischen und britischen Truppen gelingen wird, Saddam Hussein innerhalb weniger Tage oder Wochen zu besiegen, ohne dass er vorher irakische Ölfelder zerstört.

Allerdings war die Stimmung an der Wall Street weiter extrem gespannt und nervös, da niemand weiß wie der tatsächliche Kriegsverlauf sein wird und ob Terroranschläge ausbleiben werden.

Die Umsätze waren an den US-Börsen wegen der abwartenden Haltung vieler Investoren nicht sonderlich hoch. Berichte über die ersten irakischen Überläufer und die amerikanischen und britischen Truppenansammlungen an der Grenze Kuwaits zum Irak waren beherrschendes Thema an der New Yorker Börse.

Die Sicherheitsmaßnahmen um die weltgrößte Aktienbörse und im ganzen Wall-Street-Bezirk sind weiter massiv verschärft worden, um sich gegen mögliche Terroranschläge zu wappnen.

Der Dow-Jones-Index legte um 71,22 Zähler oder 0,87 Prozent auf 8265,45 Punkte zu. Der S&P-500-Index festigte sich um 7,57 Zähler oder 0,87 Prozent auf 874,02 Punkte. Damit sind diese beiden wichtigen Börsenbarometer sechs Tage in Reihenfolge gestiegen. Das hatten sie seit August 2000 nicht mehr geschafft. Dagegen fiel der technologielastige NASDAQ-Index um 3,47 Zähler oder 0,25 Prozent auf 1397,08 Punkte.

Es gab an der New Yorker Börse 1725 Gewinner und 1494 Verlierer. 184 Aktien gingen unverändert aus dem Handel. Es wurden rund 1,4 Milliarden Aktien umgesetzt.

Pharmaaktien wie Merck sowie Finanzwerte wie Citigroup, Bank of America und J.P. Morgan waren gesucht. Dagegen standen Technologieaktien teilweise unter Druck. Der zweitgrößte US-Softwarekonzern Oracle hat nach Vorlage seiner Quartalsergebnisse und nach einer vorsichtigen Lageeinschätzung stark nachgegeben. Auch IBM, Intel und Microsoft wiesen Minuszeichen auf. Ölaktien wie ExxonMobil konnten sich trotz der scharf rückläufigen Rohölpreise behaupten.

Airline-Aktien tendierten angesichts der sehr prekären Geschäftslage und einem weiter rückläufigen Flugverkehr teilweise schwächer. Rüstungsaktien wie Lockheed Martin, Raytheon und Northrop Grumman waren vor dem Hintergrund des drohenden Irak-Kriegs gefragt.

30-jährige US-Staatsanleihen gaben um drei viertel Punkte nach. Die Rendite der Langläufer stieg von 4,88 Prozent auf 4,92 Prozent. Der Euro fiel deutlich auf 1,0560 Dollar ab gegenüber 1,0638 Dollar am Vortag.

Gold festigte sich um 1,50 Dollar auf 336,20 Dollar je Feinunze. Der Rohölpreis sackte weiter scharf um 1,79 Dollar oder 5,65 Prozent auf nur noch 29,88 Dollar je Barrel ab.


 
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