Trotz der langsameren Kriegsfortschritte: Wall Street schließt fester
zuletzt aktualisiert: 26.03.2003 - 10:06New York (rpo). Die Wall Street hat sich trotz der langsameren Kriegsfortschritte im Irak am Dienstag wieder erholt und fester geschlossen.
Der Dow-Jones-Index festigte sich um 65,55 Zähler oder 0,80 Prozent auf 8280,23 Punkte. Der S&P-500-Index stieg um 10,51 Zähler oder 1,22 Prozent auf 874,74 Punkte. Der NASDAQ-Index zog um 21,23 Zähler oder 1,55 Prozent auf 1391,01 Punkte an. Es wurden an der New Yorker Börse 1,3 Milliarden Aktien gehandelt. Es gab 2343 Gewinner und 895 Verlierer.
Schlechte Nachrichten von der Kriegsfront blieben aus. Die US-Börsen profitierten auch von Berichten über einen angeblichen Aufstand der Bevölkerung in der südirakischen Stadt Basra gegen Saddam Hussein. US-Präsident George W. Bush zeigte sich im Hinblick auf die Entwicklungen im Irak positiv gestimmt.
Allerdings erlitt er im amerikanischen Senat eine Niederlage. Die Senatoren stimmten nur für neue Steuersenkungen von 350 Milliarden Dollar. Dies war weniger als die Hälfte der von Bush vorgeschlagenen Steuerabschläge. Nach dieser Entscheidung kam es an den US-Börsen zu Gewinnmitnahmen. Die wichtigen Börsenbarometer blieben allerdings weiter deutlich im Plus.
Die amerikanischen Konsumenten haben weniger Vertrauen in die Wirtschaftsentwicklung, und der Immobilienmarkt hat etwas gelitten. Dies haben neue US-Konjunkturdaten gezeigt. Sie waren allerdings nicht ganz so schwach wie von den Wall-Street-Gurus prognostiziert. Dies stimmte die Aktienmärkte ebenfalls etwas besser.
Airlineaktien konnten sich deutlich verbessern, da die schwer angeschlagenen US-Fluggesellschaften auf zusätzliche staatliche Hilfen hoffen können. AMR, die Muttergesellschaft der American Airlines, Southwest und Delta wiesen Kursgewinne auf. Technologieaktien wie IBM, Microsoft und Intel zählten zu den Gewinnern. Ölaktien wie ExxonMobil und ChevronTexaco legten zu.
30-jährige US-Staatsanleihen notierten fast unverändert. Ihre Rendite betrug 4,92 Prozent. Rohöl fiel in New York um 2,41 Prozent auf 27,97 Dollar je Barrel (159 Liter). Gold gab um 1,20 Dollar auf 328,30 Dollar je Feinunze nach. Der Euro notierte mit 1,0650 Dollar gegenüber 1,0651 Dollar am Vortag.
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