Bundesagentur für Arbeit: Weniger Jugendarbeitslosigkleit durch Hartz IV
zuletzt aktualisiert: 22.05.2009 - 15:08Nürnberg (RPO). Nach vier Jahren Harzt IV bewertet die Bundesagentur für Arbeit (BA) die größte Sozialreform der deutschen Nachkriegsgeschichte positiv. "Das System funktioniert", auch wenn es noch Mängel gebe, erklärte BA-Vorstand Heinrich Alt am Freitag in Nürnberg.
Derzeit befinden sich nach BA-Angaben 6,5 Millionen Menschen in der Grundsicherung, darunter sind 4,7 Millionen erwerbsfähig. Im Januar 2005 trat die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe in Kraft. Mit dem vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV) sollten erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger wieder in die Arbeitsvermittlung kommen.
Ein zentraler Erfolg sei die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, die fast halbiert worden sei. Auch die so genannte Sockelarbeitslosigkeit konnte demnach durchbrochen werden. In den vergangenen vier Jahren sank die Zahl an Langzeitarbeitslosen laut Alt um 18 Prozent.
Die Bundesagentur verwies darauf, dass ein Drittel der Erwerbsfähigen für die eigentliche Vermittlung nicht zur Verfügung stehe - etwa Arbeitsuchende, die sich zur Betreuung von Kindern oder Verwandten vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben oder die eine Schule besuchen.
Die Vermittlungsarbeit könne sich seit Jahresbeginn 2009 dank der Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente individueller am Bedarf des Einzelnen ausrichten, erklärte der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Detlef Scheele. Er bedauerte die Haltung der Unionsfraktion im Bundestag beim Thema Jobcenter und die dadurch entstandene "schwierige Lage". Nach der Bundestagswahl solle ein neuer Anlauf zur Stabilisierung der Jobcenter unternommen werden.
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