| 07.25 Uhr

Düsseldorf
WhatsApp führt Anrufbeantworter ein

Düsseldorf. Von der neuen Funktion des Kurznachrichtendienstes profitieren zunächst nur Apple-Kunden. Von René Bucken

Der Kurznachrichtendienst WhatsApp hat für iPhone-Nutzer ein großes Update mit zahlreichen neuen Funktionen angekündigt. Außerdem wagen die Entwickler einen Ausblick, welche Neuerungen die Nutzer erwarten können.

Die wohl größte Neuerung beim aktuellen WhatsApp-Update ist die Einführung einer Anrufbeantworter-Funktion. Schon seit Längerem hat der zu Facebook gehörende Messenger-Dienst eine kostenfreie Anruffunktion im Angebot. Wird ein solcher Anruf nicht entgegengenommen, kann der Anrufer mit der Ergänzung nun eine Sprachnachricht aufnehmen, die anschließend versendet wird. Das Ganze funktioniert über einen Button namens "Sprachnachricht". Eine ähnliche Funktion gibt es bereits in der Chatfunktion. Wird der Button gedrückt gehalten, wird die Nachricht aufgezeichnet. Lässt der Nutzer den Button los, wird die Nachricht verschickt. Dadurch spart der Nutzer einen Klick. Die neuen Funktionen stehen in der Whatsapp-Version 2.16.8 für iTunes zur Verfügung. Android-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden oder die Beta-Version des Messenger ausprobieren, in der das Feature derzeit getestet wird.

In einer zum Update gehörenden inoffiziellen Übersicht finden sich zudem einige spannende Features, die noch nicht freigeschaltet wurden. Demnach könnten Nutzer mit dem nächsten Update direkt in der App Fotos bearbeiten. Ähnlich wie bei dem sozialen Netzwerk Snapchat sollen dafür Pinsel, verschiedene Farben und Filter zur Verfügung stehen. Der Twitter-User @Wabetainfo will das versteckte Feature in der Beta-Version des Messenger-Dienstes nach eigenen Angaben entdeckt haben.

Mit dem Update soll außerdem eine Video-Chat-Funktion hinzukommen. Weiterhin soll es möglich sein, Nutzer über einen Link in einen Chat einzuladen. Und auch Musik soll sich künftig über WhatsApp teilen lassen.

Auch spannend: Mit der Einführung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung könnte WhatsApp zusätzlich etwas sicherer werden. Wie aus einem weiteren Tweet von @wabetainfo hervorgeht, könnten Nutzer in Zukunft einen sechsstelligen Code festlegen und ihre E-Mail-Adresse hinterlegen, um ihre Konversationen zu schützen.

Der 2010 gegründete Dienst ist mit seiner schnörkellosen Bedienung der König unter den SMS-Alternativen und hat jüngst die Marke von einer Milliarde Nutzern geknackt. Facebook kaufte WhatsApp 2014 für gut 22 Milliarden Dollar. Aktuell werden 42 Milliarden WhatsApp-Nachrichten täglich verschickt, wie Mitgründer Jan Koum mitteilte. Er will WhatsApp auf alle Handys der Welt bringen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: WhatsApp führt Anrufbeantworter ein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.