| 12.55 Uhr

Frühjahrsgutachten der Ökonomen
"Steuerzahler sollten um 25 Milliarden entlastet werden"

Hintergrund: Steuertrick und Steuerbetrug
Hintergrund: Steuertrick und Steuerbetrug FOTO: dpa, fz
Berlin. Die führenden Wirtschaftsforscher plädieren angesichts des kräftigen Aufschwungs in Deutschland für eine umfangreiche Steuersenkung. Die CDU erteilt den Empfehlungen eine Absage.

Der Tarif solle insbesondere im Bereich kleiner und mittlerer Einkommen leistungsfreundlicher gestaltet werden, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" aus dem Frühjahrsgutachten der Ökonomen. Ein solcher Schritt würde den Faktor Arbeit entlasten und das Wachstumspotenzial in der Bundesrepublik dauerhaft steigern. Die Reduzierung der Steuerlast für die mittleren Einkommen würde nach Einschätzung der Forscher rund 25 Milliarden Euro kosten.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus (CDU), hat entgegen den Empfehlungen im Frühjahrsgutachten raschen Steuersenkungen eine Absage erteilt. "Für unsere Finanzpolitik bleibt die schwarze Null im Haushalt prioritär", sage Brinkhaus unserer Redaktion. "Zudem wollen wir uns Spielräume für weitere Investitionen erarbeiten. Wir werden auch mehr Geld in die innere und äußere Sicherheit und in die Versorgung der Flüchtlinge stecken müssen", so Brinkhaus. "Einen Abbau der kalten Progression wollen wir angehen, wenn sich dann noch weitere Spielräume ergeben. Dies bleibt das Ziel."

(dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wirtschaftsforschungsinstitut: Steuerzahler sollten entlastet werden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.