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Steigende Lebenserwartung
Wirtschaftsweise langfristig für Rente mit 69

Steigende Lebenserwartung: Wirtschaftsweise langfristig für Rente mit 69
Wolfgang Franz ist seit März 2009 Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung. FOTO: ddp, ddp
Düsseldorf. Nach Auffassung der Wirtschaftsweisen kann die Rente mit 67 nur ein erster Schritt sein . Ihre Forderung: Sie soll langfristig in eine Rente mit 69 übergehen.

"Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass die weiter steigende Lebenserwartung etwa ab dem Jahr 2045 ein gesetzliches Renteneintrittsalter von 68 Jahren und im Jahr 2060 von 69 Jahren erforderlich macht", sagte der Chef des Rats, Wolfgang Franz, unserer Redaktion.

Ohne eine weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit seien die Herausforderungen der alternden Gesellschaft finanziell nicht zu meistern, fügte er hinzu.

Gleichwohl gehe er davon aus, dass sich die Jobchancen für Ältere angesichts des hohen Fachkräftebedarfs in Zukunft "merklich verbessern" werden, so der Chef des Sachverständigenrats.

Derzeit steht bereits die zum Jahreswechsel in Kraft getretene Regelung zur Rente mit 67 in der Diskussion. CSU-Chef Horst Seehofer hatte diese am Wochenende in Frage gestellt und gesagt, wenn sich die Situation für ältere Arbeitnehmer nicht rasch ändere, werde die Verlängerung der Lebensarbeitszeit zur faktischen Rentenkürzung. Eine massenhafte Rentenkürzung sei mit ihm aber nicht zu machen.

Die Bundesregierung in Berlin verteidigte daraufhin entschlossen die Einführung der Rentenreform.

(AFP)
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