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Studie: Außen Italo-Macho, innen Softie

zuletzt aktualisiert: 22.06.2005 - 13:00

New York (rpo). Wer kennt ihn nicht, den typischen Italiener: Mit Goldkettchen behangen ist er praktisch den ganzen Tag und die halbe Nacht damit beschäftigt, Frauen zu sichten - ein Super-Macho. Pustekuchen! Wissenschaftler haben diesen Mythos jetzt entlarvt, ihn ins Reich der Fabeln verwiesen. Die Wirklickeit sieht nämlich ganz anders aus: Außen Macho, innen Softie.

Der künstliche Tiberstrand in Rom. Trifft man hier den typisch italienischen Macho?  Foto: AP
Der künstliche Tiberstrand in Rom. Trifft man hier den typisch italienischen Macho? Foto: AP

Italienische Männer erfüllten viel weniger Macho-Stereotypen als etwa ihre amerikanischen Geschlechtsgenossen und seien weniger sexistisch und homophob als weithin vermutet wird, heißt es in einer Studie der US-Universität Missouri, die in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Psychology of Men and Masculinity" veröffentlicht wurde.

Für die Studie wurden die teilnehmenden Männer anhand elf "typisch männlicher Eigenschaften" untersucht, unter ihnen Risikobereitschaft, Playboy-Gehabe, Flirtverhalten, Aggression, Gefühlskontrolle und Verachtung für Schwule.

Neun dieser elf Kategorien waren bei den untersuchten US-Männern stärker ausgeprägt als bei den Italienern. Nur in einer einzigen Kategorie lagen die Italiener deutlich vor den Amerikanern: im Playboy-Gehabe. In diesem Punkt stimme das Vorurteil, dass italienische Männer gerne flirten und generell um die Aufmerksamkeit von Frauen buhlen.

Interessant fanden die Experten allerdings, dass Italiener weniger daran interessiert sind, Macht über Frauen auszuüben. Dies liege möglicherweise "an der traditionellen Machtstellung von Frauen in der italienischen Familie", vermutete Professor Glenn Good, der die Studie leitete.

Auch die Tatsache, dass italienische Männer weniger Verachtung für Schwule übrig haben als die Amerikaner, sei überraschend. Dies liegt laut Good möglicherweise daran, dass die Homo-Szene in Italien weniger sichtbar ist und deswegen "weniger bedrohlich" wirkt.

Quelle: afp

 
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