Protest gegen Studiengebühren: 2500 Menschen demonstrieren in Karlsruhe
zuletzt aktualisiert: 26.01.2007 - 20:24Karlsruhe (RPO). Rund 2500 Menschen protestierten am Freitag in Karlsruhe gegen die Einführung von Studiengebühren. Unter dem Motto "KarlsRuhe stören!" brachten sie ihren Unmut gegen die Gebühren zum Ausdruck. Ab dem Sommersemester sollen die Zahlungen in Baden-Württemberg eingeführt werden.
Die Aktion fand vor dem Hintergrund statt, dass das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vor zwei Jahren sein Gebühren-Urteil fällte. Damit wurde den Ländern der Weg für die Einführung von allgemeinen Studiengebühren frei gemacht. An den 13 baden-württembergischen Hochschulen läuft derzeit eine Boykottaktion von Studierenden. Die Teilnehmer überweisen dabei ihre Gebühren auf ein Treuhandkonto und nicht an die Unis. Das weitere Vorgehen hängt von der Teilnehmerquote ab.
Unterstützt werden die Proteste von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem betonte auf der Kundgebung, Bildung sei "keine Ware" und Studenten seien "keine Kunden". Bildung sei ein Grundrecht, auf das alle Menschen einen grundgesetzlich garantierten Anspruch hätten.
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