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Düsseldorf von A bis Z: ABC des Stadtlebens

zuletzt aktualisiert: 21.04.2009 - 15:07

Düsseldorf (RP). Von Claudia Schiffers Entdeckung bis Currywurst mit Blattgold ­ unsere Autoren listen auf, was man über Düsseldorf wissen muss.

 Foto: Volker Banken, (Sieger des RP Online Fotowettbewerbs 2005)
Foto: Volker Banken, (Sieger des RP Online Fotowettbewerbs 2005)

A wie ABB-Senf: Der Mostert von Adam Bernhard Bergrath machte aus Düsseldorf eine Senfmetropole. Seine Firma gilt als die älteste der Stadt. Bis heute wird der beste Senf vom Rhein mit 500 Kilo schweren Granitsteinen vermahlen.

B wie betrunkene Baumeister: Oder warum ist der Turm der St.-Lambertus-Kirche so schief? Am Rheinufer geht der Blick ungläubig gen Himmel. Der Sage nach hat der Teufel in einem Wutanfall den Turm verdreht, tatsächlich war feuchtes Holz für das schiefe Dach verantwortlich.

C wie Claudia Schiffer: Das Model stammt zwar aus Rheinberg, wurde aber 1987 im Düsseldorfer Club Checker‘s an der Kö entdeckt. Das erklärt auch, warum so viele Düsseldorfer die Straße mit einem Laufsteg verwechseln.

D wie Dome: Die Halle ist neue Heimspielstätte der DEG, nur leider schwer zu erreichen: Die Straßenbahn-Trasse ist noch immer nicht fertig, das Parkhaus oft restlos überfüllt. Wer in der Nähe wohnt und zu Fuß hingehen kann, ist klar im Vorteil.

E wie Erstsemester: Die Uni Düsseldorf muss massiv um Studienanfänger werben. Derzeit rechnet das Rektorat mit 14\x0e000 Studenten insgesamt. Das wäre ein weiterer Rückgang. Und das, obwohl Bund und Länder im Hochschulpakt eine Steigerung der Kapazitäten vereinbart haben.

F wie Fahrrad fahren: Geht in Düsseldorf schlecht. Ausgerechnet die Corneliusstraße ­ direkte Verbindung zwischen Uni und Altstadt ­ ging 2005 als Ort mit der höchsten Feinstaub-Belastung in die Geschichte ein. In Münster wäre das nicht passiert.

G wie Grillen: Zwar ist das Grillen auf den Rheinwiesen und in öffentlichen Parks nicht offiziell erlaubt, wird aber geduldet ­ vorausgesetzt, man verlässt den Grillplatz, wie man ihn vorgefunden hat. Und hinterlässt keine angeknabberten Hähnchenreste.

H wie Handtäschchen: In keiner anderen deutschen Stadt scheint die Louis-Vuitton-Dichte so hoch wie in Düsseldorf. An jedem Arm baumelt eine. Wer auffallen will, greift deshalb besser zum Rucksack.

I wie Immermannstraße: Sie gilt als Nippon-Meile Europas und Düsseldorf als drittgrößte japanische Kolonie des Kontinents. Ikebana-Schule, Bonsaiwerkstatt, Origami-Treff, japanischer Garten und Karaoke-Bars ­ das alles hat Düsseldorf zu bieten! Spannend und wunderschön: das EKO-Haus, eine buddhistische Tempelanlage.

J wie Jecken: Wie kaum eine andere Stadt feiert Düsseldorf Karneval mit Umzügen und bunten Kostümen. Weil der Rosenmontagszug in der Nachbarstadt noch immer größer ist, verzichten die Düsseldorfer darauf, Bier nach kölscher Brauart zu trinken.

K wie K21: Das Museum für internationale Kunst der Gegenwart hat eine größere Glaskuppel als der Berliner Reichstag. Schließlich ist Düsseldorf nicht nur eine Modestadt, hier bekommt auch die Kunst den Rahmen, den sie verdient.

L wie Literaten im Garten: Mitte des 18. Jahrhunderts war das Haus der Familie Jacobi beliebter Treffpunkt der Gesellschaft und großer Denker: Goethe, Herder, Wieland gaben sich ein Stelldichein.

M wie Milchbar: Die wöchentliche After-Work-Party im Hafenclub 3001 ist längst zum Treffpunkt für Studenten geworden. Los geht es jeden Donnerstag um 20 Uhr. Eintritt ist frei.

N wie Nacktbaden: Am Angermunder Baggersee können Nudisten auch außerhalb der heimischen Badewanne ins Wasser steigen ­ und zwar so wie Gott sie schuf.

O wie Oma Erika: Das kleine Straßencafé am Hermannsplatz in Flingern hat sich zum Geheimtipp entwickelt. Vorher hieß es „Nett”, inzwischen ist es noch netter und bietet nicht ganz alltägliche Getränke wie Birkensaft-Schorle.

P wie Frank Popp: Der DJ, der mit seinem Hit „Hip Teens don‘t wear Blue Jeans“ Erfolge feierte, ist nicht nur Düsseldorfer, sondern legt auch regelmäßig in der Altstadt auf ­ vorwiegend im Pretty Vacant.

Q wie Q-Stall: Auf der kleinen Tanzfläche des Altstadt-Clubs an der Kurze Straße 3 ist am Wochenende Flirten und Tanzen zu Musik aus den 60ern angesagt. Nicht zu verwechseln mit dem „Kuhstall” auf der Bolkerstraße.

R wie Rheinische Post: Sie ist Deutschlands viertgrößte Tageszeitung überhaupt, die zweitgrößte Regionalzeitung und erreicht knapp 1,2 Millionen Leser täglich.

S wie Simpsons: Düsseldorf hat es geschafft, in der US-Zeichentrickserie „Die Simpsons“ erwähnt zu werden: Uter, der kleine dicke Austauschschüler hat einen Vater mit Kaugummi-Fabrik in der Landeshauptstadt.

T wie Tote Hosen: Die Düsseldorfer Punkband hat sich eine Familien-Gruft auf dem Südfriedhof gesichert. Angeblichen Plänen der Band, einen Bier-Automaten neben der Gruft aufzustellen, erteilte die Friedhofsverwaltung aber eine Absage.

U wie Unbehaun: Der Laden an der Aachener Straße ist der ideale Start für eine Testreihe der besten Eiscafés. Schärfste Konkurrenten um den Sieg: Pia in der Altstadt, Da Forno auf der Nordstraße.

V wie Verbotene Liebe: Die TV-Serie spielt zwar in Düsseldorf, wird aber in Köln gedreht.

W wie Wurst aus Wersten: Im „Curry” im Medienhafen gibt es frische selbstgemachte Currywurst vom Fleischer aus Wersten. In der außergewöhnlichen Imbissbude wird die Wurst auf Wunsch auch mit Blattgold serviert.

Y wie Bundeswehr: Jedes Autokennzeichen der Bundeswehr beginnt mit Ypsilon. In Mörsenbroich wird man die Fahrzeuge bald seltener sehen: Das Gelände der Reitzenstein-Kaserne wird zur Gartenstadt umgebaut.

Z wie Zameks Tütensuppen: Das Unternehmen ist Grundausstatter für jeden Studentenhaushalt. Zamek liefert Dosensuppen und Fertiggerichte. Angefangen hatte alles mit Brühwürfeln in den 30er Jahren. Bernhard Zamek erfand Rezeptur, Würfelform und Alu-Verpackung.

Quelle: chk

 
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