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Was ist ein B.A. und M.A.? Was verbirgt sich hinter dem Kürzel O.E.? Was versteckt sich hinter Stabi und UB? Die Liste der Abkürzungen ist lang. Die Uni ist eine Welt für sich - mit eigenen Regeln und Begriffen. Angesichts von KVV, CP und CT versteht mancher Hochschul-Neuling erst einmal nur Bahnhof. Doch keine Panik: Mit ein wenig Übung sind die Kürzel schon bald selbstverständlich. Wir erklären den Studienanfängern, was sie bedeuten
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Akkreditierung: Ist ein Studiengang akkreditiert, dann hat er eine Art Gütesiegel. Ein Akkreditierungsrat hat geprüft, dass das Studienangebot bestimmten Mindestanforderungen entspricht und studierbar ist. In Zukunft sollen alle Bachelor- und Masterangebote das Gütesiegel haben, so die Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz. Die Meinung der Studenten ist übrigens auch gefragt. Wer mitmachen möchte, muss sich vom Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) in den Akkreditierungsrat entsenden lassen.
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Bafög: Studenten, die für ihren Lebensunterhalt nicht genug Geld von ihren Eltern bekommen, können Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen. Diese Hilfe nennt man Bafög. Im Monat gibt es maximal 670 Euro und am Ende des Studiums muss das Geld zum Teil zurückgezahlt werden. Übrigens: Viele Studenten denken, dass sie keinen Anspruch auf Bafög haben, weil ihre Eltern zuviel verdienen. Das Deutsche Studentenwerk weist darauf hin, dass junge Menschen die Grenze oft falsch einschätzen. "Es können wesentlich mehr Studenten eine Förderung erhalten als einen Antrag stellen", sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk.
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Deutschland-Stipendium: Das Deutschland-Stipendium ist brandneu. Es wurde im Sommersemester 2011 zum ersten Mal vergeben - auf Initiative der Bundesregierung. Die Idee ist, dass ausgewählte Studenten einen Festbetrag von 300 Euro im Monat als Stipendium bekommen. Anders als das Bafög muss das Geld am Ende des Studiums nicht zurückgezahlt werden. Es ist auch unerheblich, wieviel die Eltern verdienen. Gefördert werden Studenten, die gute Noten sowie einen interessanten Lebenslauf haben und sich gesellschaftlich engagieren. Bewerbungen sind an der Hochschule einzureichen.
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Erasmus: Erasmus ist das älteste Austauschprogramm der Europäischen Union. Wer etwa ein Semester in Frankreich, Polen oder Dänemark studieren möchte, der nimmt meist am Erasmus-Programm teil. Mit der Planung dafür können junge Leute fast nicht früh genug beginnen. "Am besten ist es, gleich im ersten Semester anzufangen", rät Claudius Habbich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Bonn. Die Vorbereitung könne vom ersten Wunsch bis zur Umsetzung bis zu eineinhalb Jahre dauern.
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Hiwi: Hiwi ist die Abkürzung für Hilfswissenschaftler. Wer eine Stelle als studentischer Hiwi hat, arbeitet parallel zum Studium am Lehrstuhl und ist dort ein bisschen Mädchen für alles. Der Vorteil des Jobs liegt auf der Hand: Anders als bei Kellnern oder Taxi fahren, bringt einen die Tätigkeit im Studium weiter. Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk rät jedoch, im Bachelor pro Woche nicht mehr als einen Tag für einen Nebenjob einzuplanen.
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ZSB: Die Zentrale Studienberatung gibt es an jeder Uni und ihre Aufgabe ist es, Tipps beim Studieneinstieg, beim Studienverlauf und beim Studienabschluss zu geben. Kurz: Wenn der Student Fragen hat, findet er dort Ansprechpartner.
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B.A. UND M.A.: Auf einen Bachelor oder Master läuft das Studium inzwischen für die meisten Erstsemester hinaus. Drei Viertel aller Studiengänge sind laut der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Bonn bereits auf die neuen Abschlüsse umgestellt. Neben dem Bachelor und Master of Arts (B.A. und M.A.) gibt es aber noch andere Arten: In Chemie bekommt man einen Bachelor of Science (B.Sc.) und in Maschinenbau meist einen Bachelor of Engineering (B.Eng.). Eingeführt wurden die Abschlüsse im Zuge der Bologna-Reform, die bis 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum schaffen soll.
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OE: Die Orientierungseinheit (OE) ist eine Einführungswoche für Studienanfänger. Dabei zeigen ältere Studenten den Grünschnäbeln, wo es langgeht. "Und sie ist die beste Gelegenheit, um Kontakte zu anderen Kommilitonen zu knüpfen", sagt Elke Mittag, Studienberaterin an der Universität Hannover. Erstsemester müssen aufpassen, dass sie die OE nicht verpassen - sie findet in der Regel eine Woche vor dem Vorlesungsbeginn statt.
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S.T. ODER C.T.: Man steht pünktlich im Hörsaal, aber der ist leer? Dann haben Studenten wahrscheinlich das Kürzel "c.t." hinter der Uhrzeit übersehen. "Das steht für cum tempore, zu deutsch "mit Zeit", und bedeutet, dass die Veranstaltung nicht zur vollen Stunde beginnt, sondern erst eine Viertelstunde später", erläutert Andreas Archut, Sprecher der Universität Bonn. Andernfalls steht im Vorlesungsverzeichnis "s.t.", was für "sine tempore" steht, also "ohne Zeit". Diese 15 Minuten nennt man auch das Akademische Viertel.
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KVV: Unter Vorlesungen wie "Theorien der Interkulturalität" oder "Stochastik II" kann man sich nur wenig vorstellen. Abhilfe schafft hier das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV). Darin wird erläutert, was hinter dem Titel steckt. Außerdem wird oft angegeben, welche Literatur gelesen werden muss und welche Prüfungen anstehen.
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BPO und MPO: Die Studien- und Prüfungsordnungen (BPO im Bachelor, MPO im Master) sind nicht gerade eine unterhaltsame Lektüre. Ein Blick hinein lohnt sich aber: Sie geben Aufschluss darüber, wie das Studium am besten geplant wird und wann sich ein Auslandsaufenthalt unterbringen lässt. Es empfehle sich daher, sie vor Studienbeginn mit einem Tutor oder Studienberater durchzugehen und sich erklären zu lassen, wann welche Abschnitte anstehen.
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Credit Points und ECTS: Für jedes besuchte Seminar erhalten Studenten Credit Points. Sie bemessen sich laut der HRK nicht nur nach den Semesterwochenstunden, die für den Besuch anfallen, sondern nach dem Lernaufwand, also der Vor- und Nachbereitung. Studenten sammeln schon vom Studienbeginn an Kreditpunkte für ihren Abschluss. Die Endnote hängt damit nicht mehr nur von den Abschlussprüfungen ab wie früher. Das European Credit Transfer System (ECTS) soll dabei sicherstellen, dass Studienleistungen bei einem Hochschulwechsel leichter anerkannt werden.
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JK32/102 oder "WIWI-BUNKER": Die Raumbezeichnungen in der Uni sind oft eine Wissenschaft für sich. Am besten besorgen sich Studienanfänger einen Raumplan, bevor es losgeht, rät Archut. Außerdem gilt es, rasch die gängigen Spitznamen zu lernen: An der Freien Universität Berlin studieren Geisteswissenschaftler zum Beispiel in der "Rostlaube", in Hamburg gibt es den "Philosophenturm" und den "Wiwi-Bunker", und an der Uni Hannover heißt ein Gebäude gar "Nirvana".
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STABI und UB: Die Staats- und Unibibliotheken sind oft riesig. Es lohnt daher, sich am Semesterbeginn zeigen zu lassen, wie man ein gesuchtes Buch in ihren Datenbanken findet und es dann bestellt. "Das ist eine gut investierte Zeit, weil man später nicht mehr so lange braucht, um nach Literatur zu suchen", sagt Archut. Auch passiert es dann nicht so leicht, dass man statt der Germanistik-Einführung ein Buch über Quantenphysik in der Hand hält.
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12979078: Die Matrikelnummer sollte man stets zur Hand haben. Sie ist eine Art Identifizierungsnummer, unter der man in der Uni registriert ist. Man braucht sie, um einen Bibliotheksausweis zu bekommen oder seine Noten im Aushang zu erfahren. Sie steht auf der Immatrikulationsbescheinigung oder dem Studentenausweis.