Rückforderungen in Höhe von sechs Millionen Euro: Bafög-Betrug: Auch Schüler beteiligt
zuletzt aktualisiert: 21.06.2004 - 22:27Bielefeld (rpo). Der Bafög-Betrug weitet sich offenbar aus. Laut eines Zeitungsberichtes sollen nicht nur Studenten, sondern auch Schüler sollen zu Unrecht Geld nach dem Berufsausbildungs-Förderungsgesetz bezogen haben. Besonders in NRW ist die Zahl der Betrugsfälle immens hoch.
Das berichtet das Bielefelder "Westfalen-Blatt". Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es nach Angaben von Schulministerin Ute Schäfer (SPD) 5000 Verdachtsfälle. 3000 dieser Fälle seien inzwischen abgeschlossen. In 2000 Fällen habe es Rückforderungen in Höhe von sechs Millionen Euro gegeben. Fünf Millionen Euro seien bereits gezahlt worden, sagte Nia Schmidt, Sprecher der Ministerin.
Insgesamt gibt es dem Bericht zufolge in NRW 33 900 Empfänger von Schüler-Bafög. Bundesweit soll nach Angaben von NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft (SPD) ein Schaden von 160 Millionen Euro entstanden sein. Mehr als 40 000 Schüler und Studenten hätten wegen falscher Vermögensangaben zu Unrecht staatliche Hilfe kassiert.
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