Studiengebühren auch für das Erststudium: Bayerns Wissenschaftsminister für Studiengebühren offen
zuletzt aktualisiert: 25.10.2003 - 13:37München (rpo). "Wenn die rechtliche Möglichkeit geschaffen wird, müssen wir darüber nachdenken", so Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) zur Frage nach Studiengebühren für ein Erststudium in der "Welt am Sonntag".
Voraussetzung sei eine Änderung des Hochschulrahmengesetzes, das bundesweit ein gebührenfreies Erststudium vorschreibt, erläuterte eine Ministeriumssprecherin am Samstag auf dpa-Anfrage. Derzeit sei deshalb ein Klage Bayerns und anderer Länder vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig, sagte die Sprecherin. Die Länder lehnten eine bundeseinheitliche Regelung für Studiengebühren wegen der alleinigen Zuständigkeit der Landesparlamente in diesen Fragen ab.
Goppel sagte der "WamS" weiter, er rechne damit, dass die Studenten eine Gebühr akzeptieren würden. "Wenn junge Leute einsehen, dass für ihre Ausbildung zuverlässig höchste Standards eingehalten werden, sehen sie sicher auch ein, dass wir sie ein vertretbares Stück an den Kosten beteiligen." Studiengebühren müssten aber sozialverträglich gestaltet werden. Das Geld müsse zudem an Universitäten zur gezielten Verbesserung der Lehre eingesetzt werden, "und nicht zur Sanierung des Haushalts". Goppels Vorgänger Hans Zehetmair hatte den Studiengebühren skeptisch gegenüber gestanden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








