Umfrage: Deutsche würden für Bildung zahlen
zuletzt aktualisiert: 02.03.2006 - 14:27Landau (rpo). Einer Umfrage zufolge ist die Mehrheit der Deutschen bereit, für Bildung mehr auszugeben als bisher. Durchschnittlich 38,31 Euro würden die Bundesbürger monatlich zahlen, Befragte mit Abitur sogar durchschnittlich 43,18 Euro. Steht damit einer "Bildungssteuer" nichts mehr im Weg?
Nach Angaben des Zentrums für empirische pädagogische Forschung (zepf) an der Uni Koblenz-Landau sprach sich in der jüngsten Befragung eine Mehrheit von 91 Prozent für die Erhöhung der Bildungsausgaben aus. 38 Prozent der Befragten forderten dafür Einsparungen in der Verwaltung, 29 Prozent bei der Landesverteidigung und zwölf Prozent bei der Entwicklungshilfe.
Wie Reinhold Jäger vom zepf berichtete, fordert eine große Mehrheit von 96 Prozent einen stärkeren Praxisbezug der Schulbildung. 95 Prozent seien für eine bessere Ausbildung der Lehrkräfte und 90 Prozent für eine bessere Beratung von Schülern. Vergleichsweise gering sei dagegen die Akzeptanz von aktuellen Hauptzielen vieler Bildungspolitiker. So sprachen sich im Bildungsbarometer 43 Prozent für eine Schulzeitverkürzung sowie 33 Prozent für eine Einschulung mit fünf Jahren aus.
Nach Angaben des Zentrums wurden für die neueste Ausgabe des vierteljährlich erstellten Bildungsbarometers 1.000 repräsentativ ausgewählte Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Das zepf erstellt das Bildungsbarometer seit einem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender 3Sat und der Wochenzeitung "Die Zeit".
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