"Eine ziemlich große Zahl": Doktoranden fühlen sich schlecht betreut
zuletzt aktualisiert: 29.09.2004 - 15:53Hamburg (rpo). Viele Doktoranden in Deutschland klagen über schlechte Betreuung. Wie eine Umfrage des Promovierenden-Netzwerks "thesis" unter 10.000 Doktoranden ergab, klagt jeder dritte Nachwuchswissenschaftler darüber, dass der Doktorvater ihn nicht motivieren könne.
Jeder vierte kritisiert, dass die Betreuer schlecht vorbereitet zu Treffen erschienen, jeder fünfte glaubt, dass sein Professor sich mit dem Thema der Promotion zu wenig auskenne.
Der "thesis"-VorsitzenderChristoph Mues sagt in der "Zeit": "Dass sich 20 Prozent der Doktoranden schlecht betreut fühlt, ist eine ziemlich große Zahl." Nach Schätzungen des Netzwerkes gibt es in Deutschland 150.000 Doktoranden.
Angst vor der Arbeitslosigkeit ist nach der Umfrage nur für eine kleine Gruppe der Doktoranden der Grund für die Promotion. Nur zehn Prozent nannten den Grund, dass sie keinen anderen Job gefunden hätten.
Jeder siebte erklärte, er habe keine Stelle gefunden, die interessant genug gewesen sei. 85 Prozent sagten, sie hätten sich für die Doktorarbeit entschieden, weil sie das Thema interessant fanden.
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