Unionspolitiker hatten dementiert: Elite-Unis: Bulmahn beharrt auf Einigung
zuletzt aktualisiert: 09.06.2004 - 09:04Mainz (rpo). Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) beharrt trotz aller Dementis von Bildungspolitikern der Union auf einer Einigung zwischen Bund und Ländern auf ein Konzept zur Förderung von so genannten Eliteuniversitäten. Unionspolitiker hatten gestern eine grundsätzliche Einigung zur Finanzierung, die Bulmahn am Montag verkündet hatte, abgestritten.
Im ZDF-Morgenmagazin sprach die SPD-Politikerin am Mittwoch von einer Verständigung in allen grundsätzlichen Fragen. Wenn nun einige CDU-Landesminister meinten, sich davon wieder verabschieden zu müssen, fügten sie den Universitäten großen Schaden zu, sagte Bulmahn. Sie wies zugleich Befürchtungen zurück, die Universitätslandschaft könne durch die Eliteförderung leiden: Die breite Förderung der Hochschulen solle in gleichem Maße wie bisher fortgesetzt werden.
Bulmahn hatte nach einem Treffen mit den Wissenschaftsministern der Länder am Montag angekündigt, dass bis 2010 rund 1,9 Milliarden Euro in den Aufbau von Spitzen-Unis investiert werden sollen, wovon der Bund etwa drei Viertel übernehmen werde. Am Dienstag warfen mehrere CDU-geführte Länder der Ministerin vor, vorschnell eine Einigung verkündet zu haben und damit das Vorhaben insgesamt zu gefährden. Der hessische Wissenschaftsminister Udo Corts kritisierte, Bulmahn wolle mit "ihrer vollmundigen Ankündigung" vollendete Tatsachen schaffen.
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