GEW: Eltern sollten mit Kindern über Zeugnisse reden
zuletzt aktualisiert: 30.01.2006 - 10:33Essen (rpo). Der erste Schreck oder auch die Freude über die am Freitag in NRW ausgegebenen Halbjahreszeugnisse dürfte verdaut sein. Jetzt ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Eltern auf, die Zeugnisse als eine Zwischenbilanz des Lernens zu nutzen. Neues Halbjahr, neue Stundenpläne: Bei uns gibt's zwei Timer zum Download.
Schüler müssten in einem offenen Gespräch mit ihren Eltern klären können, wo ihre Defizite lägen und wie diese im zweiten Halbjahr abgebaut werden können, sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Renate Boese am Donnerstag in Essen.
Dazu brauchten sie Unterstützung, aber auch Lob für gute Leistungen. Am Freitag erhalten rund 2,9 Millionen Schüler in NRW ihre Zeugnisse.
Handlungsbedarf für die Landesregierung sieht die Gewerkschaft bei den gezielten Förderempfehlungen, die Eltern seit drei Jahren von den Schulen in Ergänzung zum Zeugnisblatt bekommen.
Dabei erführen sie, was sie machen sollten, aber nicht, wie sie dies leisten könnten, kritisierte Boese. "Da sind Eltern in den meisten Fällen hoffnungslos überfordert", hob sie hervor.
Daher müsse den Schulen für die Umsetzung der Förderempfehlungen ausreichend Zeit zur Verfügung gestellt werden.
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