Foto: Andreas Krebs, RP
Die mittlerweile in fünf Bundesländern erhobenen Studiengebühren stoßen bei den Studenten weiterhin auf große Skepsis. Wie aus der Studie der Universität Hohenheim in Stuttgart hervorgeht, gehen 71,2 Prozent der Gebührenzahler davon aus, dass es trotz der Geldbeiträge zu keiner Verbesserung der Lehre kommt. Sehen Sie die Ergebnisse der Studie hier.
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Glaube an Verbesserung - Uni-Vergleich
Vergleichsweise optimistisch sind die Studierenden der Universität Hannover und RWTH Aachen (an eine Verbesserung glauben 52 % und 50,9 %). Ausgesprochen pessimistisch sind dagegen die Gebührenzahler der Universität Oldenburg und HafenCity Universität Hamburg (an eine Verbesserung glauben nur 9,5 % bzw 6,9 %).
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Glaube an Verbesserung - Länder-Vergleich
Unter den Ländern zeigt sich das gleiche Nord-Süd-Gefälle wie bei der Grundeinstellung zu Studiengebühren: Die meisten Optimisten befinden sich noch in Bayern und Baden-Württemberg (an eine Verbesserung glauben 35,5 % bzw. 31,2 %), im Anschluss folgen die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (an eine Verbesserung glauben 28,1% bzw. 26,3 %). Schlusslicht in Sachen Zukunftsglauben bildet Hamburg (an eine Verbesserung glauben 13,1 %).
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Glaube an Verbesserung - Fächer-Vergleich
Im Fächervergleich befinden sich die meisten Optimisten noch unter den Studierenden der Rechts-/Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (an eine Verbesserung glauben 34 %). Besonders niedrig ist die Quote in den Fächern Sport und Kunst/Kunstwissenschaften (an eine Verbesserung glauben 22,3 % und 21,4 %).
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Informationspolitik und Transparenz - Uni-Vergleich
Als vorbildlich schätzen die Gebührenzahler die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ein, gefolgt von Regensburg und Konstanz (informiert fühlen sich 70,5 % und 67,3 % bzw. 67 %). Schlusslichter sind die Universitäten Düsseldorf, Stuttgart, TU Hamburg-Harburg sowie HafenCity Universität Hamburg (informiert fühlen sich nur 8,2 % und 9,2 % bzw. 10,2 % an der TU Hamburg-Harburg und 10,9 % an der HafenCity Universität Hamburg).
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Informationspolitik und Transparenz - Länder-Vergleich
Spitzenreiter unter den Bundesländern ist Bayern (informiert fühlen sich 47,6 %). Mit großem Abstand folgen an zweiter Stelle die Bundesländer Niedersachsen und Baden-Württemberg (informiert fühlen sich 39,3 % bzw. 34,4 %). Schlusslichter sind Nordrhein-Westfalen und Hamburg (informiert fühlen sich 21,7 % bzw. 12,7 %).
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Studiengeschwindigkeit - Uni-Vergleich
Zu einem Effekt der Studiengebühren gehört, dass sich eine knappe Mehrheit der Gebührenzahler gezwungen sieht, ihr Studium in kürzerer Zeit zu absolvieren. Bundesweit bejahen 60,1 Prozent diese Frage. Den größten Ansporn verspüren Studierende an den Universitäten Hildesheim (schneller studieren wollen 78,8 % bzw. 78,2 %), geringsten Ansporn liefern Studiengebühren den Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hannover und TU Hamburg-Harburg (schneller studieren wollen 46,2 % bzw. 42,9 %).
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Studiengeschwindigkeit - Länder-Vergleich
Im Ländervergleich zeigt sich, dass gerade die Studierenden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, gefolgt von denen in Bayern, in den Studiengebühren einen Ansporn sehen, schneller zu studieren (63,3 %, 62,7 % bzw. 60,6 %). Die Studenten in Baden-Württemberg und Hamburg folgen auf den anschließenden Plätzen (54,8 % bzw. 50,3 %).
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Studiengeschwindigkeit - Fächer-Vergleich
Unter den verschiedenen Studienfächern sind vor allem Studierende mit Sport sowie Agrar-/Forst- und Ernährungswissenschaften und Sprach-/Kulturwissenschaften betroffen (schneller studieren wollen 73,1 % und 67,7 % bzw. 67,9 %). Geringsten Ansporn für Beschleunigung durch Studiengebühren findet sich in den Fächern Humanmedizin, Ingenieurwissenschaften und Veterinärmedizin (schneller studieren wollen 54,8 % und 51,9 % bzw. 49 %).