Als FH-Absolvent Karriere machen: Fachhochschulen werden populärer
zuletzt aktualisiert: 30.04.2007 - 12:30Hamburg (RPO). Neben Universitäten sind die Fachhochschulen in der Gunst der Studenten gestiegen. Die Zahl der Studierenden ist ungefähr gleich geblieben, doch wächst der Anteil der FH-Studenten auf mehr als 500.000. Das ist zurückzuführen auf kleinere Lerngruppen, praxisnahen Dozenten und ein schnelleres Studium. Die Zeiten, in denen Fachhochschulen als zweitklassig belächelt wurden, sind anscheinend vorbei.
Auch die vom "Spiegel" in Auftrag gegebene Absolventenbefragung untermauert das: FH-Studenten finden demnach vergleichsweise leicht ihren Weg in den Beruf. Quer durch fast alle Fachbereiche bekommen sie schneller eine Vollzeitstelle als Uni-Absolventen. Bei Siemens beispielsweise sind Fachhochschüler überrepräsentiert, berichtet das Magazin: Von den mehr als 50.000 Akademikern, die für das Unternehmen in Deutschland arbeiten, kommen 60 Prozent von der Universität und 40 Prozent von der FH.
Allerdings verdienen FH-Absolventen im Schnitt weniger als die. die ihren Abschluss an der Universität machen: Ein Betriebswirt mit FH-Abschluss bekommt durchschnittlich 465 Euro weniger, ein Elektrotechniker 220 Euro. Bei Top-Positionen werden eher Akademiker berücksichtig, als FH-Absolventen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. In der Riege der Konzernchefs mit FH-Abschluss sind sie die Ausnahmen: Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp, FH-Maschinenbauer, oder derzeit Rupert Stadler, Diplom-Betriebswirt (FH) und Vorstandsvorsitzender von Audi.
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