Studienfach IT-Sicherheit: Hackern das Handwerk legen
zuletzt aktualisiert: 18.04.2010 - 10:34Offenburg (RPO). Kein Büro ohne Computer und Internet. Doch die Technik macht Unternehmen auch anfälliger. Der Schaden, den Computerviren oder Einbrüche in Datennetze verursachen können, ist riesig. Wie sich Firmen davor am besten schützen, lernen Studenten im Fach IT-Sicherheit.
"Bei uns lernen Studenten, Angriffe von Hackern abzuwehren und Datendieben das Handwerk zu legen", erklärt Prof. Thomas Breyer-Mayländer von der Fachhochschule Offenburg. Sie bietet den Bachelorstudiengang "Unternehmens- und IT-Sicherheit" ab dem kommenden Wintersemester an.
Auf Absolventen warten viele Aufgaben: Sie müssen in Unternehmen sicherstellen, dass Hacker und PC-Schädlinge nicht die Systeme lahmlegen. Denn ein Ausfall kostet viel Geld. Außerdem müssen Geschäfts- und Produktideen vor Dieben geschützt werden. Und es geht um den Schutz von Kundendaten beim Online-Shopping oder in sozialen Netzwerken. Denn wenn sie ausgespäht werden, sei der Imageschaden für Firmen groß, erklärt Breyer-Mayländer.
Im Studium geht es zunächst um Themen wie PC-Netzwerke und Verschlüsselungstechniken. Später lernen Studenten in der Computer-Forensik, etwa auf der Festplatte eines Rechners auf Spurensuche zu gehen. Daneben stehen wirtschaftliche Themen auf dem Studienplan. Und auch juristische Aspekte wie das Urheberrecht werden durchgenommen.
Absolventen können später zum Beispiel als Systemadministrator in der IT-Abteilung von Unternehmen arbeiten. Oder sie beraten Firmen, wenn es um sensible Daten geht. Bedarf für sie haben aber auch die Behörden der Strafverfolgung - nicht zuletzt im Kampf gegen Kinderpornografie. Ähnliche Studienangebote wie in Offenburg gibt es in Aalen, Passau, Darmstadt und Bochum.
Info: www.hochschulkompass.de
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