Klotzen statt kleckern: Intensive Nachhilfe ist am effektivsten
zuletzt aktualisiert: 16.09.2005 - 10:58Hamburg (rpo). Spätestens wenn unter den Klassenarbeiten "mangelhaft" oder "ungenügend" steht, brauchen viele Kindern Nachhilfe. Hier heißt die Devise "klotzen statt kleckern". Acht Wochen täglich zwei Stunden Extraunterricht seien am Erfolg versprechendsten, rät die Zeitschrift "Eltern for family" ihren Lesern.
Damit sich der Unterricht nach Schulschluss positiv auf die Noten auswirke, sei einiges zu beachten. Absolute Grundlage: Die Chemie zwischen Lehrer und Schüler müsse stimmen. Für Schüler ab der Klasse 8 eigneten sich Oberstufenschüler und Studenten. Sie hätten das Wissen, zählten aber für die Jugendlichen noch nicht zu jenen Erwachsenen, mit denen sie am liebsten nichts zu tun hätten. Eltern hingegen seien keine geeigneten Nachhilfelehrer. Ihnen mangele es meist an Zeit, emotionaler Distanz und oft an Wissen.
Damit Nachhilfe gelingen könne, müsste zunächst ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern aufgebaut werden. Erst dann schöpfe das Kind die Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten, traue sich nachzufragen oder Wissenslücken zuzugeben.
Nachhilfe sollte nicht zur generellen Hausaufgabenbetreuung werden und deshalb nur in Ausnahmefällen stattfinden. Ratsam sei es, zusammen mit dem eigentlichen Fachlehrer zu klären, wo genau die Probleme liegen. Im Idealfall sei der Nachhilfelehrer bei diesem Gespräch dabei und könne die Lernmethoden mit dem Fachlehrer absprechen.
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