Bankenverband dafür: Merkel gegen Wirtschaft als Schulfach
zuletzt aktualisiert: 14.09.2005 - 15:58Berlin (rpo). Angela Merkel möchte Wirtschaft nicht als Schulfach einführen. Zwar wäre es nicht schlecht, wenn die Schüler nach zwölf oder 13 Jahren einige Grundkenntnisse hätten, aber es müsse dafür nicht unbedingt ein eigenes Fach eingerichtet werden, sagte die CDU-Chefin bei der Preisverleihung "Jugend und Wirtschaft". Dagegen forderte der Bankenverband ein eigenes Schulfach Wirtschaft.
Merkel sagte, Umfragen zufolge sei Wirtschaft nicht gerade ein Lieblingsthema der Jugendlichen. Deswegen müsse frühzeitig Interesse daran geweckt werden, um Grundsätze und Zusammenhänge erkennen zu können. Dies sei eine schwierige Aufgabe.
Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Manfred Weber, sagte, Wirtschaft müsse sachgerecht an den Schulen vermittelt werden. "Um ökonomische Zusammenhänge mit allen Ursachen und Auswirkungen von Grund auf zu begreifen, ist ein systematischer Unterricht erforderlich." Dies zu ermöglichen, sei Aufgabe der Politik.
Der Bankenverband hatte zusammen mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor fünf Jahren das Projekt "Jugend und Wirtschaft" ins Leben gerufen. Rund 7.000 Schüler haben seitdem ihre journalistischen Fähigkeiten bei Wirtschaftsthemen erprobt. Der Wettbewerb bietet den Schülern die Möglichkeit, im Wirtschaftsteil der Zeitung selbst verfasste Beiträge zu veröffentlichen. Die besten Autoren bekommen ein Notebook. Die drei besten Schulen erhalten einen Geldpreis von 5.000 Euro.
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