Nach Pisa-Schock: Neues Mathe-Konzept soll Schüler pisafest machen
zuletzt aktualisiert: 29.11.2004 - 09:01München (rpo). Angesichts der erneut schlechten PISA-Ergebnisse will die Bundesregierung den reformierten Mathematik-Unterricht ausweiten. "Im nächsten Jahr werden bundesweit 2.000 Schulen nach den neuen Methoden unterrichten", sagte Bildungsministerin Edelgard Bulmahn. Die neuen Methoden sollen den Schülern Einiges abverlangen.
Derzeit beteiligen sich 750 Schulen in 13 Bundesländern am Modellversuchsprogramm Sinus, mit dem vor allem der Praxisbezug des Mathe-Unterrichts verbessert werden soll.
Der PISA-Forscher Werner Blum kritisierte in dem Blatt den herkömmlichen Unterricht. "In Deutschland wird viel zu großer Wert auf konventionelles Rechnen gelegt", sagte Blum. Das verstehende Lesen von Texten mit mathematischen Inhalten komme dagegen zu kurz. Der Professor an der Universität Kassel gehört zur internationalen Expertengruppe, die das Mathe-Konzept für den PISA-Vergleich 2003 entwickelte. Offiziell soll die Studie am 7. Dezember von der Kultusministerkonferenz und der OECD veröffentlicht werden.
Wie der "Focus" weiter berichtete, erreichte Großbritannien nicht die erforderliche Datenmenge für den Vergleich und wurde aus der Wertung genommen. Bei PISA 2000 hatte Großbritannien Platz 7 belegt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum








