Sommer hofft auf Verbesserungen: NRW läutet nächste PISA-Runde ein
zuletzt aktualisiert: 06.03.2006 - 08:41Düsseldorf (rpo). Die Schüler an insgesamt 103 weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen müssen sich warm anziehen: Im April und Mai findet dort die nächste PISA-Runde statt. Der Druck ist groß, Bildungsministerin Barbara Sommer hofft auf Verbesserungen.
An den ausgwählten Schulen werden sich 15-jährige Schüler an der mittlerweile dritten internationalen Bildungsstudie der OECD beteiligen, wie ein Sprecher des Schulministeriums auf ddp-Anfrage sagte. Die internationalen Ergebnisse sollen im Herbst 2007, der Bundesländervergleich im Herbst 2008 vorliegen.
Nach Angaben des Sprechers können die Schulen als Vorbereitung auf die Tests Beispielaufgaben aus den Studien von 2000 und 2003 erhalten. Dies sei auch in Vorbereitung auf die beiden ersten Studien so gehandhabt worden.
Zudem finden in den kommenden Wochen dezentrale Informationsveranstaltungen für Schulleiter, Lehrer und Schülervertreter statt, wie der Sprecher erläuterte. Nach den Schwerpunkten "Lesen" und "Mathematik" in den vorangegangen PISA-Studien stünden nun die naturwissenschaftlichen Fächer im Mittelpunkt.
Sie hoffe, dass die Schüler im Land bei den PISA-Tests im April und Mai besser abschnitten als in der Vergangenheit, sagte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) auf Nachfrage. Sie betonte: "Es wird keine grundlegenden Verbesserungen geben können, ich hoffe aber auf eine spürbare positive Entwicklung." Deutliche Besserungen will sich bei der PISA-Studie 2009 erreichen.
Die internationalen Ergebnisse dieser dann vierten Studie sollen nach Angaben des Ministeriumssprechers 2010 vorlegen. Unklar sei noch, ob und wann nationale Ergebnisse veröffentlicht würden.
Bei der vergangenen PISA-Studie hatten sich die nordrhein-westfälischen Schüler im Vergleich zur Studie von 2000 nicht substanziell verbessert. Der Rückstand zum PISA-Sieger Bayern beträgt danach ein Jahr Lernzeit. Sorgenkinder bleiben vor allem die Hauptschüler. Rund zwei Drittel gehören zur so genannten Risikogruppe und werden absehbar erhebliche Probleme im weiteren Bildungsverlauf haben.
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