Hessen könnte bis zu 600 Lehrer einsparen: Oft ungünstiger Zuschnitt von Klassen
zuletzt aktualisiert: 24.04.2003 - 13:00Wiesbaden (rpo). In Hesen könnten künftig bis zu 600 Lehrer weniger unterrichten - wenn Schulbezirke und Klassen neu aufgeteilt würden. Das geht aus dem Jahresbericht des Bundesrechnungshofes hervor.
600 Lehrer entsprächen einem Einsparvolumen von jährlich rund 36 Millionen Euro.
Wie der Präsident des Rechnungshofes, Professor Manfred Eibelshäuser, erklärte, ergab eine Untersuchung von Grundschulen und Mittelstufen, dass die Schülerzahlen in den einzelnen Klassen teils stark voneinander abweichen. Schulklassen in dünn besiedelten Gebieten mit 14 oder 15 Schülern stünden Schulklassen beispielsweise in Frankfurt am Main mit 28 Schülern gegenüber. Manche Schulen seien gemessen an ihrer Schülerzahl nur zu 60 Prozent ausgelastet.
Die Anzahl der Klassen an Hessens Schulen könnte deutlich gesenkt werden, wenn es gelänge, das regionale Schulangebot zu straffen, heißt es dazu im Bericht. So könnten beispielsweise Grundschulen innerhalb eines Schulbezirks zusammen gelegt und Schulbezirke so verändert werden, dass sehr kleine Klassen vermieden werden. Die Einschätzung der Lage werde vom hessischen Kultusministeriums geteilt, allerdings resultiere das Problem vor allem aus Entscheidungen der kommunalen Schulträger, auf die das Land nur geringen Einfluss habe.
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