GEW fordert mehr Zeit und Geld für Reformen: Reform- und Experimentierkasten Grundschule
zuletzt aktualisiert: 01.05.2004 - 11:19Köln (rpo). Seit Jahrzehnten schon toben Bildungspolitiker ihren Reformeifer an erster Stelle an Grundschulen aus. Auch jetzt stehen die Schulen für die I-Dötzchen vor großen Herausforderungen. Vertreter der Lehrerschaft fordern mehr Zeit und Geld ein.
So fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Nordrhein-Westfalen mehr Zeit und Geld für die Reformen an den Grundschulen. Angesichts neuer Lehrpläne, der Abschaffung von Schulkindergärten und Horten sowie dem Umbau vieler Grundschulen zu offenen Ganztagsschulen stünden die Bildungseinrichtungen vor enormen Herausforderungen, sagte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber anlässlich des 21. Grundschultages am Freitag in Köln.
Es müsse mehr Geld für die Fortbildung der Lehrer bereitgestellt werden, verlangte Meyer-Lauber. Zudem benötigten die Lehrer mehr Zeit, um die Veränderungspläne auch umsetzen zu können. Derzeit stünden die Pädagogen unter großem Druck, da viele Reformvorhaben parallel liefen.
Meyer-Lauber rief die Landesregierung zudem zu einer verbesserten Informationspolitik auf. Auf die im September geplanten Lernstandserhebungen in den vieren Klassen seien die Lehrer nicht ausreichend vorbereitet.
In Köln hatten am Freitag rund 1200 Pädagogen über den derzeitigen Zustand und die Zukunft der Grundschulen im Land diskutiert. Unter dem Motto "Baustelle Grundschule: Abbruch-Umbruch-Aufbruch" setzten sie sich kritisch mit den Veränderungen in der Schullandschaft auseinander.
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