Hochschule mit gutem Ruf: Spitzenplätze für die Uni
VON ANANDA MILZ - zuletzt aktualisiert: 19.10.2010 - 10:22Düsseldorf (RP). Wer auf der Suche nach der passenden Hochschule ist, der schaut sich das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) an – und sieht, dass Düsseldorf oben mitspielt.
Rund 16 500 Studierende sind an der Heinrich-Heine-Uni (HHU) eingeschrieben. Da die Vorgaben des Bologna-Prozesses in nahezu allen Studiengängen umgesetzt worden sind, studiert die Mehrzahl bereits Bachelor- und Masterstudiengänge.
Seit die HHU keine Lehramtsanwärter mehr ausbildet, können nur noch Studenten in den Fächern Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Rechtswissenschaften das Staatsexamen ablegen. Studierende, die sich bereits vor einigen Jahren eingeschrieben haben, bekommen unter Umständen die Möglichkeit, ihr Studium mit einem Diplom- oder Magisterabschluss zu beenden.
Nach dem Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) liegen die Stärken der HHU vor allem im Fachbereich Biologie und Human Sciences. Im CHE-Ranking belegt Düsseldorf dabei fünf von acht Spitzenplätzen und wird damit zu den forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands gezählt. Psychologie und Medizin liegen dort ebenfalls – wenn auch nicht so umfassend – vorn. So werden etwa für Medizin Top-Plätze im Bereich Publikationen je Professor und Zitationen pro Paper erreicht.
Unterschiedliche Bewertungsansichten liegen im Fach Soziologie vor: Während das CHE die HHU nicht in der Spitzengruppe führt, sieht das der Wissenschaftsrat anders, vergibt drei Höchstbewertungen (soziologische Forschungsqualität, Impact, Effizienz) und bescheinigt der Heine-Uni damit eine Top-Positionierung.
Die Fachhochschule Düsseldorf (FHD) besuchen derzeit etwa 7000 Studierende in 22 Studiengängen. Sie liegt laut CHE in „typischen FH-Fächern“ wie Maschinenbau und Verfahrenstechnik auf einem Mittelplatz. Die Studierenden sehen ihren Studiengang in Sachen „Betreuung durch Lehrende“ und „Praxisbezug“ sogar weit hinten. Ähnlich sieht es in den Bereichen Elektrotechnik und Medien aus.
Lediglich die IT-Ausstattung schaffte einen Spitzenplatz. Positiv bewerten die BWLer ihr Fach. Die Wirtschaftsabsolventen bemängeln hingegen die Betreuung durch die Lehrenden. Der Fachbereich Soziale Arbeit, mit Studiengängen wie Pädagogik der Kindheit und Familienbildung oder Sozialpädagogik, geht aus der Bewertung als klarer Aufsteiger hervor. Nur bei den Räumlichkeiten sehen die Studenten Nachholbedarf.
Frisch dazugekommen ist in der neuesten Auswertung des CHE in diesem Jahr auch die Romanistik an der Heinrich-Heine-Universität. Sie liegt im bundesweiten Vergleich in den Kategorien „Studiensituation insgesamt“ sowie „Betreuung durch Lehrende“ in der Spitzengruppe.
Viele Fächer an der Heine-Uni sind mit einem internen Numerus clausus belegt, um der Masse an Bewerbern zumindest ansatzweise begegnen zu können. So bemühten sich zum Wintersemester 2009/10 beispielsweise um die 75 Plätze im Bachelor-Studiengang Medien- und Kulturwissenschaften insgesamt 3156 Bewerber.
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