Wer hätte das gedacht?: Studenten sind fleißige Frühaufsteher
VON SEMIHA ÜNLÜ - zuletzt aktualisiert: 22.04.2009 - 11:46Düsseldorf (RP). Eine Umfrage zeigt, dass der durchschnittliche Student um
7.38 Uhr aufsteht. Zum Beweis haben wir Frühaufsteher gebeten, ein Foto von sich zu machen.Mit dem Dolce Vita hat das Studentenleben nicht mehr viel gemein. Das zumindest besagt eine Umfrage des StudiVZ. Sie fand heraus, dass Studenten entgegen allen Klischees keine Langschläfer sind. Der durchschnittliche Hochschüler von heute steigt um 7.38 Uhr aus den Federn.
Dafür sorgen Anwesenheitspflichten bei Seminaren, feste Semesterpläne in Bachelor-Studiengängen, Referate, Testate im dreiwöchigen Rhythmus und bei vielen gleich mehrere Nebenjobs. So vergeht die „schönste Zeit des Lebens” damit, dass täglich ein gehöriges Arbeitspensum zu leisten ist.
Einige Fächergruppen trifft es dabei härter als andere. Allen voran die Medizin-Studenten. Sie sind die Frühaufsteher unter den Schlafabkürzern. Ihr Wecker klingelt schon um 5.43 Uhr. So können sie sich bereits während des Studiums auf das spätere Berufsleben vorbereiten, in dem sie 24-Stunden-Dienste, Nachtschichten und chronischer Schlafmangel erwarten. Wer hat eigentlich jemals behauptet, dass Studenten verschlafen sind? Die StudiVZ-Umfrage zeigt, dass gerade einmal 0,4 Prozent aller Hochschüler noch bis mittags im Bett liegen.
Das war es dann wohl mit gut gemeinten Witzen von Radio-Moderatoren, die um zwölf Uhr zum Auftakt des Mittagsmagazins sagen: „Guten Tag, liebe Zuhörer guten Morgen, liebe Studenten”. Oder in der verschärften Variante des Moderators von Radio Sunshine, „Charly the Diggerman”, der noch um 18 Uhr lautstark ins Mikrofon brüllt: „Guuuuten Morgen, liebe Studenten!” Inzwischen fragt an dieser Stelle der fleißige Student, wer da wohl länger geschlafen hat.
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