"Abiturientenquote von 70 Prozent nötig": Studie: Einschulung mit vier Jahren gefordert
zuletzt aktualisiert: 11.11.2003 - 13:45Hamburg (rpo). Neue Maßnahmen zur Rettung des Bildungsstandorts Deutschland: Kinder sollten laut einer Studie bereits mit vier Jahren eingeschult werden. Überdies sollten sie weniger Ferien haben.
Nur mit einer Mobilisierung aller Bildungsreserven werde es möglich sein, einen durch den demographischen Wandel bedingten dramatischen Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften in Zukunft auszugleichen, heißt es in der Untersuchung "Bildung neu denken" der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, wie die Wochenzeitung "Die Zeit" am Dienstag vorab berichtete.
Die Studie listet dem Blatt zufolge einen umfangreichen Katalog von Reformen auf, die spätestens bis zum Jahre 2020 verwirklicht sein müssten. Unter anderem wird die Möglichkeit einer Einschulung mit vier Jahren sowie eine Verdichtung der Lernzeit durch eine Verkürzung der Ferien und Unterricht am Samstag gefordert. Nötig sei auch eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule sowie eine Erhöhung der Abiturientenquote. "Wir gehen davon aus, dass bis 2020 mindestens die Hälfte aller Schulabgänger einen Hochschulabschluss haben muss", sagte Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin und einer der Autoren der Studie, der "Zeit". "Das hieße, wir benötigen eine Abiturientenquote um die 70 Prozent."
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